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Eintrge der Kategorie kassel

ist das kunst, oder kann der endlich weg

„tötet helmut kohl“ geht ja nun nicht mehr. während seine leiche durch europa geschleppt wird (im moment liegt die wohl noch in oggersheim rum, eine woche schon! stinkt der kohl oder hat seine richterin eine große tiefkühltruhe besorgt?), fände ich eine plakataktion vor dem parthenon mit dem slogan „lasst helmut kohl auferstehen“ gut. auf der rückseite könnte man orte für das event vorschlagen. oggersheim, speyer, berlin, europa etc. die frage ist natürlich, ob deutschland seinen toten exkanzler erst noch kreuzigen müsste. das könnte ich mir z.z. als sepulkralskulptur gut auf dem friedrichsplatz vorstellen.

die panzernummer ist doch durch. sogar karl-heinz nagel ist schon mit einem flower-power-panzer während einer documenta auf dem friedrichsplatz erschienen. das will schon was heißen. diese 15min. of fame sind öde. alle 5 jahre die gleiche provinzposse. bullshit auf dem f-platz, d-xy hausrecht, bullen und ab dafür. danach noch diskussionsvorschläge von menschen, die die aufmerksamkeitsspanne künstlich am leben erhalten wollen. boah ey! wenn die kasseläner, kasselaner und kassler nicht ihr niveau erhöhen, sehe ich wirklich grundsätzlich schwarz für die nordhessische nekropole.

kunst zeigen und panzer bauen geht jedenfalls prima zusammen. ohne krauss-maffei-wegmann und konsorten hätte es niemals eine documenta gegeben! überhaupt bekommt man doch nach einem besuch auf einer documenta richtig lust, panzer zu bauen. also bitte nicht am ast spielen, auf dem man sitzt (vor allem nicht, wenn er so dünn ist).

beantworten sie eine frage, um weiterzulesen.

bin ich ein idiot?

  • a. ja
  • b. ganz bestimmt
  • c. auf jeden Fall

den leseflow habe ich mir von hna-online (die seite ist echt darknet!!!) abgeschaut. ok, wie funktioniert das: die hna verkauft die antworten. daraus werden völlig minderbemittelte statistiken zusammen geschustert, deren ergebnisse dann wiederum von idioten auf hna-online gelesen werden. allerdings erst nach dem sie beantwortet haben, ob sie idioten sind. wenn es nicht so ein altachtundsechzigerdreck wäre, würde ich schreiben: macht kaputt, was euch kaputt macht.

andy for ever!

Gerechtigkeitsmaschine Documenta

Kunst als Gerechtigkeitsmaschine. Wer wissen möchte, was heute so in der Gegenwartskunst passiert, was die neuen Formen der Wahrnehmung sind oder sein könnten, der ist hier falsch. Diese Fragen werden nicht mehr auf der Documenta verhandelt, sondern auf manchen Biennalen und in Museumsausstellungen, die einen weniger riesigen moralischen Auftrag vor sich hertragen. Das vielzitierte Superkunstjahr 2017 ist das Krisenjahr der Großausstellung geworden. Auf der Website der Kunstzeitschrift „Frieze“ schrieb die Kunsthistorikerin Susanne von Falkenhausen kürzlich über den politischen Legitimationszwang der Großausstellungen. Bezugspunkt sind die anderen, ist das Jenseits des vornehmlich westlich-weißen, ökonomisch gesicherten Bürgertums, dem auch die Kuratoren entstammen und die allermeisten Besucher.
Wer aber, argumentiert von Falkenhausen dort mit Hal Foster, im ethnographisch identifizierten Feld des „Anderen“ den Hauptsammelpunkt aller gegen die dominante Kultur gerichteten Kräfte sieht, der geht sich selbst auf den postkolonialen Leim und exotisiert dieses Andere. Die politische scheinbar eher indifferente, auf Lebenswelt von weißen Mittelschichtskindern abzielende 9. Berlin Biennale mit ihrer avancierten Prosumer-Ästhetik und ihren neuen, technologiegetriebenen Formen erscheint der Professorin plötzlich als „realistischer als das, was wir heute sehen: eine Outsourcing politischer Schuld, spiritueller Sehnsucht und Kollektivität, die das Westlich-Nördliche Selbst plagen, an das (post-)koloniale Andere“.

Faz & Frieze

resonanzbaum documenta 14

siebentausend leichen und trotzdem besucherrekord. vielleicht auch gerade deshalb. kann ja wohl nicht sein. documenta aus der ferne ist angenehm, wahrscheinlich sogar die beste möglichkeit der teilnahme. das reizvollste scheint der flug von calden nach athen zu sein. nach 400 tagen miterlebter documenta kann ich mir aber sehr gut die aufregung in ks vorstellen. alles steht kopf. die ganzen anwohnerkünstler aus der nordhessischen provinz versuchen mit documenta-parasiten-ausstellungen in verlassenen unterführungen und runtergekommenen leeren ladenzeilen, die schwarz gekleideten hungerhaken aus den bankrotten kunstmetropolen der welt für sich zu gewinnen. im völligen chaos gelingt ihnen das sogar. kurz. nach zwei sätzen merken die gäste, dass dieser ausstellungsort nicht offiziell zur documenta gehört. peinliche stille und langer schuh ist das resultat. die schlaueren künstler aus kassel haben das erkannt und bieten den besuchern veganen schweinebraten und cocktails auf ungenutzen parkplätzen an. mit der einnahme kann man dann wieder fünf jahre in einem atelier in der frankfurter str. rotwein trinken und mittags in der kunstmensa aufgewärmten hopplafraß zu sich nehmen. die welt ist also doch gut und rund. dennoch ärgert sich die ansässige kunstszene darüber, das die d-leitung schon wieder keinen künstler aus ks eingeladen hat. obwohl ja dieses mal viele nichts sagende werke aus den letzten winkeln der welt zusammengetragen wurden. also nichts marktrelevantes (faz). da hätte es doch wirklich mal gepasst, zumindest ein kasseler readymade in der transgender toilette vor der akropolis zu zeigen. 
ich habe den bewohnern kassels schon immer geraten, nicht über die zeit während der documenta nachzudenken, sondern über die zeit dazwischen. auweia, das macht keinen spass. 

wurstfreies nordhessen

…. zwei wunderschöne zitate aus der tiefebene hessens:

„Gerade in Nordhessen ist die Wurst ein Teil der Identität.“
„Wir halten es für zumutbar, bei einem Fest, das von 11.00 bis 18.00 Uhr dauert, auf Fleisch zu verzichten“

ja, alle fünf jahre ist was los in hessisch-sibirien.

renegaten-literatur

es gibt inzwischen 68er renegatenliteratur, K-Gruppen renegatenliteratur und raf renegatenliteratur, was man sich nur wünschen kann, ob man will oder nicht. ich überlege gerade, ob man nicht als ungebetener sykophant in den ganzen chor noch ein steigen sollte. vielleicht auf dem niveau von angie, unserer ddr-turteltaube beim walzer. ist aber anstrengend, das lesen. ich brauch manchmal für eine seite einen ganzen tag. na, heute ist pfingsten, da kann ich mir das leisten. hab mir auch heute auf dem flohmarkt eine funkelnagelneue lettera 32 gekauft. ich fang schon mal an darauf nichts zu schreiben. perfekte technik als design

nächstens

nachdem die newyorker kunstjuden endlich verschwunden sind, der vollgeschissene hundeparcour ist aber noch da( und wird heimlich weiterbenurtz), bevölkern die kunstchinesen jetzt die stadt mit ihrem führer, dem berühmten kunstmanegementprofessor(„kurator“) aus berlin. bis februar. man hofft, dass die chinesen anschliessend sma kaufen aber so dumm werden die nicht sein, aber vielleicht kaufen sie gleich vw und bauen in baunatal alles ab…
jedenfalls sind nach der doggumenda jetzt gleich wieder die alten visagen überall auf den strassen, der gude alte 90er touch…
übrigens unsere documenda hundeschlampe, missi sippi, ist mit einem funkelnagelneuen golf kz-6 abgebraust, ohne sich bei den extra herbeigeeilten mannaggern der adolf-hitler stadt zu bedanken. da wird sich der alteaber in seinem grab in berlin umdrhen, wo er doch nichtmal eins hat! naja, ne einfache feuerbestattungsstelle

documenta-Besucher in der Aue

via

notizen zur documenta

es gibt user und looser. die minimalisierung des fortschritts und die maximalisierung des gewinns. der erweiterte kunstbegriff und die demenz. die talkshows in der ard und das ende der demokratie. guerilla und gorilla gardening. der zusammenhang zwischen grillkohle und verständigungsbereitschaft. gestern mal wieder auf dem bebelplatz – fast wie auf dem prenzlauer berg, 70jährige mütter mit modernsten kinderwägen – ballonbereifung wie schubkarren. man ist beeindruckt. zuwenig inder und spanier in kassel, kaum touristen nichtmal chinesen.

til eulenspiegel lässt grüssen

die stadt kassel hat in den letzten beiden jahren einen ehemaligen kulturrrdezernenten als berater beschäftigt, dessen honorar dem geld für die freie kulturszene der stadt entsprach. die person sollte beiträge zu konzepten („konzeptpapiere“) für die kulturszene erarbeiten, z.b. für die erschliessung und betreuung des sogen. szeemann-nachlasses, der inzwischen aber von der völlig entnervten witwe an die getty-foundation verkauft wurde.
besagte person, dafür bekannt immer an einer pfeife zu nuckeln oder zu saugen, hat nichts gemacht, außer ihr berater-honorar zu kassieren – in kassel als hartz4 stadt fällt das nicht unbedingt so auf.
die kommune soll jetzt beschlossen haben, den ganzen vorgang als ihren beitrag zur konzeptart auf der documenta nächstes jahr zu präsentieren, mit dem künstler als selbstkurator und event-manager – allerdings ohne die kasseler kulturszene, die es ja nun, nach vielen leider vorher fehlgeschlagenen versuchen, nicht mehr gibt.

(alles in der hess. allgemeinen nachzulesen)

hilfe

wenn berlin das labor der zukunft ist, dann ist kassel das schlagloch des retrograden. na, mahlzeit, und nächstes jahr ist auch noch documenta. vielleicht sollte ich auch noch meine schwarzweisskamera rausholen

gESTERN

versuchte einer unter meinem Fenster Schnee zu schieben. Der tauchte heute aber nicht wieder auf, obwohl es genauso kalt war. Warscheinlich haben sie ihn abholen lassen hoffentlich mit seiner Plastikschneeschippe

zapping

z.zt. leben 7mrd. menschen auf der erde: nehmen wir mal an, 1mrd. sieht gleichzeitig fern und schaltet regelmässig/unregelmässig bis zu 60 mal in der minute zwischen verschiedenen sendern um oder aus – sich diese oder eine solche installation von allen vorzustellen, das empfinde ich als herausforderung, vielleicht ist es aber – abgesehen vom stromverbrauch – einfach nur uninteressant

loki(+) und smoky

h. schmidt ist der andreas baader der spd, loki macht die gudrun;
(aber eigentlich möchte er viel lieber Louis de Funes sein)
Nach dieser Denke ist Henry Kissingscher ein möglicher Wiedergänger von A. hitler usw.
Und Ngela Merkel? Rosemarie Nitribitt? Friedrich Ebert(das ist der mit der Badehose)? Nietzsche? Aber Angie und syphilis?? mit ihrem großen handy aus der zeit der wiedervereinigung, handtaschenmässig. und die terroristen mit der Bratpfanne, der Weihnachtsmann

weiter vorschläge für das hitler-musical Casting an die Redaktion

Konsens/Nonsens

konsens und nonsens als sich ergänzende und bedingende begriffe.
d.h. im konsens steckt der non-sens und umgekehrt im nonsens der kon-sens.
was sich beides z.zt. jederzeit und überall gut beobachten lässt.
(nach einem vorschlag von hannes böhringer / seminar böhringer/lobeck ca. 2000(?); damals war uns das noch nicht so ganz klar, scheint aber inzwischen ein alter hut zu sein)

ein anderer gegenbegriff ist der etwas aus der mode gekommene dissens.

globalisierung

heute morgen einen kleinen köter vor der bäckerei getroffen, der ein halsband mit der aufschrift azubi trug