Es gibt im menschlichem Leben keinen schöneren Moment, als die Augen schließen zu können, wenn einem danach ist.
Kategorie: Lebensweisheiten
Alter weißer Mann
Es ist bekannt, dass Männer nicht so eine hohe Lebenserwartung haben wie Frauen. Dafür gibt es nur einen Grund: Frauen!
Arschloch
„Für ein gut funktionierendes Arschloch müssen 24 Muskeln perfekt zusammenarbeiten. Und der Proktologe von Feuerstein wollte noch zu Wetten, das … ?, weil er hunderte Leute am Arschloch erkennt.“ Harald Schmidt
„Das Niveau ist hoch, aber es ist keiner drauf.“ Karl Kraus
Better Place
It is inner stillness that will save and transform the world
Eckhart Tolle, Stillness Speaks
All of these things you will have to relinquish sooner or later. Perhaps you find it as yet hard to believe, and I am certainly not asking you to believe that your identity cannot be found in any of those things. You will know the truth of it for yourself. You will know it at the latest when you feel death approaching.
Death is a stripping away of all that is not you. The secret of life is to „die before you die“ — and find that there is no death.
Eckhart Tolle
Glück!
Vergnügen ist das Glück der Verrückten, während Glück das Vergnügen der Weisen ist. Jules Barbey d‘ Aurevilly
Meister Eckhardt
»Wenn du deinen Frieden gemacht hast, sind die Dämonen, die dich umgeben, in Wirklichkeit Engel.“
Würdelose Loser
Ich weiß nicht genau, wann dieses Problem entstanden ist. Aber es wird wohl mit den 68ern angefangen haben. Irgendwann haben die Schwachen, die Loser, die Versager, die schüchternen und heruntergekommenen Gestalten den Starken und den Machern zum Vorwurf gemacht, dass sie stark sind und machen. Diese Mischpoke hat leider zumindest in den westlichen Gesellschaften die Meinungsmacht errungen. Wie konnte das geschehen? Kurz: Der überwiegende Teil der Achtundsechziger waren Loser und haben das an die folgenden Generationen weitergegeben. Die Kultur und die Didaktik waren die größten Auffangbecken für die Loser. Sie wollten es bequem haben. Sie haben genau diesen Ansatz dann wiederum in ihrem Job an die nächste Generation weitergegeben – und so kam es wohl zu der Kaskade des Scheiterns. Heute haben wir den Salat.
Loser, die alimentiert werden, darf und soll es geben – aber eben die richtigen Loser. Diejenigen, die alles auf eine Karte gesetzt und verloren haben. Diejenigen, die sich nicht bücken wollten und die härtesten Konsequenzen erfahren mussten. Diejenigen, die einfach Pech hatten. Ich kenne solche Menschen und sie haben ihre Würde – aber eben kein Geld. Das sind die Loser, die wir würdigen und alimentieren sollten.
Aber eben nicht diese würdelosen Loser, die einem zum Vorwurf machen, dass man kein Loser ist. Nicht die Loser, die ganzen Gesellschaftsgruppen ein schlechtes Gewissen einreden wollen, weil diese einigermaßen ihr Leben auf die Reihe bekommen – und die mit Loserargumenten versuchen, den Menschen ihre Power und/oder ihr Geld zu nehmen.
Diese Waschlappen kotzen mich an!
Status
Sehr schön! Ich sitze in der brandenburgischen Provinz zwischen Eichhörnchen und Rentnern. Das Spießerleben im Dorf neben der Hauptstadt hat scheinbar seine Vorteile. Die von den Vorgängern hinterlassene Grand Central Uhr gibt mir Rhythmus für den Tag. So wird man von einem Stadtneurotiker zum Dorfdeppen. Rollenwechsel wird vom modernen Menschen gefordert! Hin und wieder ziehen ein paar Zugvögel am Himmel vorbei und hinterlassen in mir die Sehnsucht nach der Welt. Aber ich muss mich mit eisernen Toren vor den Zombies auf diesem Planeten schützen. Wahnsinnige dumpfbäckige von ihrem eigenen System überholte Funktionäre, die mit hohlem Gesicht ins Leere treten. Das machen sie mit wahnwitzigem Tempo, um durch die Anstrengung die Hoffnungslosigkeit nicht zu spüren. Eine Hoffnungslosigkeit die alleine in ihnen selbst liegt und sich sofort in Luft auflöst, wenn sie sich ihrer Angst – welche es auch immer sein mag – stellen würden. Das Korsett der Angst, das wir uns im Verlauf des Lebens immer enger schnüren.
Naja, ich bleib am Ball und beobachte wie sich die Schlinge um die Freiheit legt und sich zu zieht.
Glück auf!
Mit Pascin im Dôme
Man sagt, die Keime dessen, was wir einmal tun werden, sind in allen von uns, aber mir schien es immer so, dass die Keime in denen, die mit Humor durchs Leben gehen, mit besserer Erde und stärkerem Dünger bedeckt sind.
Hemingway
1. Spaziergang
Ich folgte einer Taube. Sie saß auf der Maximilianstraße uns aß Aas. Hunderte Tauben kamen hinzu. Nichts blieb mehr übrig, alles war abgegrast. Nun saß die Taube auf einem Vordach und starte leeren Blickes ins Nichts. Lange fragte sie sich. Was nun, was tun? Aus der Stille kam keine Antwort. Doch die Stille gab ihr Kraft. Und so folgte sie ihrem Impuls und flog los. Sie flog und flog und flog, je weiter sie kam, desto stiller wurde es in ihr. So wurde der Raum um sie herum weiter und weiter. Kurz schoss ihr der Gedanke durch den Kopf, ob ihre Energie wohl für diesen weiten Raum reichen würde. Aber bevor sie sich besann, war der Gedanke bereits verflogen und eine große Kraft zog sie gen Westen an die Isar. Es war ein Buchenhain, in dem sie sich nieder lies und nach einiger Zeit mit dem typischen Guren einer Taube anfing. Ihrem eigenen Guren hörte sie eine Zeit lang zu. Dies führte sie tief in ihr Innerstes und plötzlich kam die Frage auf, was sie ihr ganzes Leben lang in der hektischen gierigen, kalten, wahnsinnigen, zitternden, brutalen, bewusstlosen, hetzenden, herzlosen, stinkenden, dreckigen staubigen Stadt gemacht hatte. Seit diesem Tag saß sie auf einem Ast im Buchenhain, schaute in die Welt und tat nie wieder etwas anderes, als für die ganze Welt zu guren.
20.06.25
Vielleicht verweile ich schon zu lange als Mensch auf diesem Planeten. Ich fahre von hier nach dort und von dort nach hier. Wo soll es mich noch hinführen? Ich habe Liebe kommen und gehen sehen, kenne Menschen, die mir etwas bedeuten, und wieder welche, die mir des Öfteren ziemlich auf die Nerven gehen. Ich habe Dinge wahr werden sehen, die ich niemals geglaubt hätte. Andere habe ich untergehen sehen, die es nicht verdient haben. Seit so langer Zeit beobachte ich diese Welt, und so allmählich wird mir klar: Die Welt schaut mich an, wie ich sie.
Ich fahre seit Geburt in meiner scheinbar vorgegebenen Rille. Manchmal springe ich da für einen kleinen Hopper raus, und die Zeit steht still. Ich denke kurz: Was nun? Neue Rille? Was wird kommen? Kaum ist der Gedanke gedacht, bin ich schon wieder in einer angekommen, von der ich nicht weiß, ob es die alte Rille ist. Es ist jedenfalls meine, und darin fährt es sich ganz gut. Volldampf voraus!
Es wäre nur schön, wenn ich mir meine komplette Fahrt mal von oben anschauen könnte. Einfach mal den Zirkus in seiner Gesamtheit begreifen. Das wird nicht einfach, aber wenn ich einen Wunsch frei habe, dann wäre es dieser.
LOVE
If you can fall in love again and again, if you can forgive your parents for the crime of bringing you into the world, if you are content to get nowhere, just take each day as it comes, if you can forgive as well as forget, if you can keep from growing sour, surly, bitter and cynical, man you’ve got it half licked.“ Henry Miller
Selbst
Die momentane und momentan evidente, ästhetisch angeleitete Zustimmung zur natürlichen Welt macht den Weg frei für die Zustimmung zu sich selbst. Der Anspruch des Selbstbesitzes und, mehr noch, der Selbstbestimmung – der Anspruch der Autonomie – ist der fällige nächste Schritt. Von der Uferszene des fünften Spaziergangs führt eine direkte Verbindung zu der privatpolitischen Lebensregel des Rousseau-Lesers Kant, die »Herrschaft über sich selbst« zu gewinnen, sie zu sichern und sich weder von äußeren noch von inneren Gewalten »beherrschen zu lassen«.
Ralf Konersmann, Außenseiter
Für einen kurzen, kostbaren Moment sind die Schemata und Konstruktionen ausgesetzt, die sich zwischen Ich und Welt geschoben haben, und alles ist an seinem Platz. Der Weg zur Intimität mit sich selbst führt über solche Augenblicke der Intimität mit der Welt.
Erfahrungen wie diese sind sinnlich, und sie sind leib-lich. Und genau darauf, auf den in den akademischen Ästhetiken sträflich vernachlässigten Genuss, legt Rousseaus Erinnerungsbild den Akzent.
Außenseiter, Ralf Konersmann
Was … wenn diese Beschreibung die Realität ist und nicht unsere völlig unzugänglichen Konstruktionen?
Ein Traum
Der eine genießt im Traum hundert Jahre des Glücks und erwacht, der andere ist einen Augenblick glücklich und erwacht. Vergeht nicht bei beiden das Glück, wenn sie wach sind? Das Gleiche gilt in der Stunde des Todes für den, der ein langes, und den, der ein kurzes Leben gehabt hat.
Shantideva
Der einfache Mensch lebt, wie er atmet, genauso unangestrengt und uneitel, genauso ungekünstelt und unverkrampft. … Einfachheit ist Freiheit, Lebendigkeit, Klarheit. So einfach wie die Luft, so frei und ungehindert wie die Luft. … Der einfache Mensch nimmt sich selbst nicht zu wichtig oder zu ernst. Frohgemut geht er seines Weges, leichten Herzens, mit sich selbst im Reinen, ohne Ziel, ohne Wehmut, ohne Ungeduld. Die Welt ist sein Reich, und sie genügt ihm. Die Gegenwart ist seine Ewigkeit, und sie entzückt ihn. Er braucht nichts unter Beweis zu stellen, weil er nicht den Schein wahren muss, und nichts zu suchen, weil alles vor ihm liegt. Was ist einfacher als Einfachheit? Was leichter?
André Comte-Sponville
„Deutschland hat Russland den Krieg erklärt. Nachmittags Schwimmschule.“
Kafkas Tagebucheintrag vom 2.8.1914
tat twam asi
Der Beobachter ist das Beobachtete“ Krishnamurti
Love
When either love or hate dies, love can be born again
Es trennt das Leben
Ich habe nie verstanden, wie man jemanden verlassen kann. Ich habe nie jemanden verlassen. Ich glaube, das Vergehen der Zeit, das Leben, erledigt diese Arbeit sehr gut. Es bringt die Menschen zusammen oder auseineander!
Jean-Pierre Léaud in „Die Mama und die Hure!“
New Teachers
We are the new teachers. We are out to save the world.
We are against politeness as a substitute for the truth because that politeness kills. Politeness and diplomacy are responsible for more suffering and death than all the crimes of passion in history. Fuck politeness. Fuck diplomacy. Tell the truth.
Yes, i love Brad Blanton!
Bist du ein Geschöpf der Materie oder des Geistes? Je nach Antwort ist die weitere Lebensweise sehr unterschiedlich!
Bedenke: In der Not bringt der Mittelweg den Tod!
Portaltag I
Ich denke, ich muss mich mal die auf mystische Erfahrung basierende und philosophisch begründete Lehre der Wirklichkeit eines höchsten Seins und der relativ zu dieser Wirklichkeit unwirklichen Wirklichkeit der erfahrbaren Welt konzentrieren.
Wie die Dinge sind
Die umwälzende Einsicht ist hier, dass man weder der Körper ist, der krank und alt wird und schlieslich stirbt, noch die Gedanken, die sich standig verandern. Das, was gerade durch die Augen schaut und durch die Ohren hört, ist bewusster, unbegrenzter Raum. Er ist jenseits von Kommen und Gehen, von Geburt und Tod. Lama Ole Nydahl
Die gleiche Fraktion die sich vor den VW klebt, gibt den Leoparden auf dem Holländischen Platz Richtung Luhansk freie Fahrt. Die könnten sich auch mal festkleben, wenn die Ketten rasseln. Ich denke aber, dass wird entsprechend von der Lagerleitung!!! abgestimmt. Polo nein, Panzer ja!
Früher war ja immer die entscheidende Frage bei der Kriegsdienstverweigerung, was wäre wenn sie mit ihrer Freundin in der Nordstadt spazieren gehen, sie werden überfallen und ihre Freundin vergewaltigt. Plötzlich haben sie eine Waffe in der Hand. Was machen sie?
a. Ich baller alle um = Schwachkopf, aber ab zum Bund! b. Ich schaue zu = was für ein dummes Schwein, eigentlich genau richtig für den Bund …aber keine Eier! c. Ich versuche die Täter zur Vernunft zu bringen = Oh Gott, ab in die Klapse!
Es passt doch zu den unter die Kategorie „b“ fallenden heutigen Regierenden, dass alle den „ totalen Krieg“ fordern. Endlich den schweren Komplex aus der Jugend kompensieren. Kategorie „a“ wird schon lange nicht mehr ernst genommen und „c“ sollen immer noch in die Klapse. Also alles paletti hier!
Long story short: Die Geschichte hat es stets gezeigt: Frieden schaffen mit Waffen war und ist immer erfolgreich!!!!
Neulich habe ich gelesen, dass die Jungs an der Front in Luhansk in Gräben sitzen und sich genauso umbringen, wie vor über 100 Jahren in Flandern. Hmm … Im Osten nix Neues!
Ich denke, als übergreifendes Phänomen ist Bewusstsein nur sehr langsam in der Entwicklung.
Auf dieser Stufe der Achtsamkeit, wird alles, was ins Bewußtsein tritt, wahrgenommen als »nur eine Form und ein Name«; der Geist bleibt, gleichgültig, was in ihm entsteht, neutral. »Man erkennt ganz einfach, daß alles, was im Geist aufsteigt, ein natürlicher Prozeß ist, der entsteht und vergeht, der eine Zeitlang bei einem weilt und dann verschwindet – es bleibt nicht für immer. Und dann kann man einen Zustand des Friedens und der Ruhe genießen.« Ew. Kusalacitto in „Dialog mit dem Dalai Lama“ von Daniel Coleman
Endlos
Vergnügen ist das Glück der Verrückten, während Glück das Vergnügen der Weisen ist. Jules Barbey d‘ Aurevilly
Big Sur
… ist schön, kann man ja bei Kerouac und Miller nachlesen. Allerdings lebten beide zu einer anderen Zeit. Da Big Sur nur sehr kleine Konsumspots bietet, fahren die meisten Amis einfach nur die einzig erlaubte Strasse entlang. Klar es gibt auch Sightseeinghotspots. Um sicher zu gehen, dass die Amis auch da hinkommen, wo sie hinwollen, wird gleich an der Einfahrt zum Hotspot gefragt, ob man auch wirklich dort hinwolle, oder doch vielleicht an einen anderen Ort. Damit das auch jeder debile Ami und Tourist checkt, werden ihm dann von den anderen Hotspots eingeschweißte Bilder der entsprechenden Abbiegung von der Strasse gezeigt und ihm eine ungefähre Meilenangabe genannt.
Die Henry-Miller-Gedächtnisbibliothek erreicht man auch ohne diese Hinweise. Man fährt praktisch rein. Man kann dort viel Literatur aus Millers Zeit und im allgemeinen aus seinem erweiterten künstlerischen Kosmos finden.
Übrigens kann man dort auch Hochzeiten feiern. Während unseres Aufenthalts wurde gerade eine japanische Hochzeit vorbereiten. Die Brautmutter hat alle künstlerisch literarischen Elemente abgedeckt, überhaupt war offensichtlich, dass die Mutter sich eher einen anderen Ort für die Hochzeit ihrer Tochter vorgestellt hat. Der einzige Angestellte – Hippie mit literarischen Interesse – sprach immer leise vor sich hin: Japainese in the ass. Made my day!
Santa Maria
Der erste Ort an der Westküste wo Alltag über den normalen Service (Essen, Trinken, Schlafen) wirklich sichtbar wird. Natürlich sieht man meist keine Amerikaner, sondern fast nur Mexikaner arbeiten. Die meisten jungen Mexikaner leben hier ihren amerikanischen Traum mit tiefergelegten 5 Liter Pickup’s oder Muscle Cars. Die Mainroad dient nach getaner Arbeit für 1/4 Meilenrennen. Ich gehe davon aus, dass sich die Arbeit der jungen und den älteren Mexikanern differenziert. Die Älteren sehen mitgenommen aus, sitzen vor runtergekommen Motels und schauen dem Treiben zu. Wahrscheinlich sind die jüngeren die Arbeitsvermittler zwischen den Ranchbesitzern und der wirklich arbeitenden Schicht. Es reicht eben nicht, sich selbst von der Sklaverei zu befreien, man will Sklavenaufseher sein.
Es ist – und das ist schonmal entspannend – von sehr wenigen Touristen besucht. Ich kann mich nämlich selbst als schäbige Touristenvariante nicht mehr sehen. Falls jemand Lowriden möchte, ist es hier genau richtig. Hier wird dieser Way of Life erstklassig zelebriert.
Eins muss man sagen: Das mexikanische Essen ist hier überall vorzüglich!