Gil Scott-Heron – „Me And The Devil“ from Adam F. on Vimeo.
„The first time I heard there was trouble in the Middle East, I thought they were talking about Pittsburgh“ Gil Scott-Heron
Gil Scott-Heron – „Me And The Devil“ from Adam F. on Vimeo.
„The first time I heard there was trouble in the Middle East, I thought they were talking about Pittsburgh“ Gil Scott-Heron
Wir bewegen uns in einer mechanischen Zeit zwischen den Trümmern untergegangener Welten, erfinden die Instrumente unserer eigenen Vernichtung, vergessen Verhängnis und Schicksal, kennen keinen Moment des Friedens, besitzen nicht den geringsten Glauben, sind eine Beute des finstersten Aberglaubens, funktionieren weder im Körper noch im Geist und handeln nicht als Individuen, sondern als Mikroben in einem Kranken Organismus.
Henry Miller, Der Koloß von Maroussi, ca. 1939.
Ich erwähne diese seine Abschweifungen, weil sie ein erfrischender Gegensatz zu der besessen einseitigen und humorlosen Art der Unterhaltungen sind, die die englischen Intellektuellen in Athen führen. Ein mit diesen schmalzigen Trotteln verbrachter Abend flößt mir Selbstmordgedanken ein. Der Grieche ist lebendig bis in die Fingerspitzen, er sprüht vor Vitalität, er ist übersprudelnd und allgegenwärtig. Der Engländer ist denkfaul, wie Geschaffen für den Clubsessel, den Kamin, für die trübselige Kneipe, für die Schulmeister-Tretmühle. … Niemand haßt sie im Grunde – sie sind nur unerträglich!
H. Miller, Der Koloß von Maroussi
„Im Nu ist man von der illusorischen Welt der Wirklichkeit geschieden, mit jedem Schritt stellt man sich erneut auf den Carrefour dieser konzentrischen Ausstrahlungen, die der wahre Kern einer alles Umfassenden und alles durchdringenden Wirklichkeit sind. Der Tod hat keine Bedeutung. Alles ist im Wandel, Schwingungen, Schöpfung und Umschaffung. Das Lied der Welt, das sich in jedem Teilchen dieser – Materie genannten – trügerischen Substanz ausdrückt, teilt sich in einer unbeschreiblichen Harmonie mit, die das engelhafte Wesen durchsickert, das in der Hülle des – Mensch genannten – körperlichen Wesen schläft. Sobald der Engel die Herrschaft ergreift, blüht das körperliche Wesen. In allen Bereichen geht ein stilles, stetes Blühen vor sich.“
H. Miller
Mein Leitspruch lautet: Dem tapferen Herzen ist nichts unmöglich. … Ich bin ein melancholischer Mensch, aber mein Herz ist tapfer. Der Satz kam in einem Comic vor, das ich als Kind gelesen habe. Seitdem geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Es ist ein optimistisches Motto, aber eben nicht von exzessivem Optimismus. Nichts ist unmöglich – das heißt nicht, dass man es in jedem Fall schafft. Es heißt nur, dass man es versucht

„Gerade kamen aus Indien die silbrigen Riesenmotive, die er dort sticken ließ. Er will so viel. Ölfarben entdeckt er gerade für sich. Neuerdings zeichnet er Affen. Es sind Schimpansen. In Brautkleidern.“
PS: Auf eine Quellenangabe wird hier verzichtet, nicht weil ich meinen nichtexistierenden Doktortitel aberkannt haben möchte, sondern weil der Rest des Artikels wie vieles in der heutigen Zeit völlig banal ist.
Ja, und es gilt die Regel »Ich texte, also bin ich«. Es gibt einen großartigen Spruch in der Psychologie: Wenn du deine Kinder nicht lehrst, allein zu sein, dann lernen sie nur, einsam zu sein. Wir versagen, wenn wir sie nicht auf ein Alleinsein vorbereiten, das erfrischend und regenerierend wirkt. Wir trainieren sie für eine lebenslängliche Einsamkeit.

Heute werden Informationen schnell und ungefiltert auf der ganzen Welt verteilt. Wie sehen Sie die Zukunft des qualitativen Journalismus?
Klar ist: Ein guter Journalist wird in Zukunft nicht derjenige sein, der als erster oder einziger eine Information besitzt. Derjenige wird ein guter Journalist sein, der eine Information besser verarbeitet. Journalismus ist eine innere Haltung des Bemühens um Qualität.
„Schauen Sie, der Thomas hat die sogenannten Intellektuellen wegen ihres affektierten Auftretens gehasst. Die Landbewohner wiederum verachtete er wegen ihres Stumpfsinns. Ich hingegen war weder das eine noch das andere. Als früherer Ferkelhändler und später dann als Realitätenvermittler stand ich irgendwie dazwischen. Ich glaube, er hat schlicht und einfach meine ehrliche, unverstellte Art gemocht, die in seinem Milieu, dem Kunstbetrieb, nicht existierte.“
Warum sitzen Sie den ganzen Tag im Kaffeehaus? Zu Hause lauert der Tod! (Thomas Bernard)