Vergnügen ist das Glück der Verrückten, während Glück das Vergnügen der Weisen ist. Jules Barbey d‘ Aurevilly
Kategorie: Hätten sie es gewusst?
Schönheit
Wäre eine bestimmte Sache wahrhaft schön oder angenehm, besäße sie diese Eigenschaften also von Natur aus, so wäre sie für uns an jedem Ort und zu jeder Zeit etwas Erstrebenswertes. Wird aber irgendetwas auf dieser Welt überall einmütig als schön betrachtet? Dazu heißt es in einem kurzen Verstext aus den Schriften: »Für ihren Liebhaber ist eine schöne Frau ein Objekt der Begierde, für den Einsiedler eine Ablenkung und für den Wolf eine üppige Mahlzeit.« Würde ein Objekt andererseits unweigerlich, also seinem Wesen nach, Ablehnung oder Abscheu hervorrufen, hätten wir allen Grund, es zu meiden. Aber die Einsicht, dass wir Menschen und Dingen diese Eigenschaften lediglich zuschreiben, ändert alles.
quelle leider unbekannt
Feministinnen ll
… vielleicht liegt es auch daran …
„Die unendliche Arbeit der Domestizierung, welche die Frauen in den vergangenen Jahrtausenden geleistet haben, um den primitiven Hang des Mannes zu Gewalttätigkeit, Fickerei, Sauferei und Glücksspiel zu unterdrücken und aus ihm eine des Soziallebens halbwegs fähige Kreatur zu machen, wurde innerhalb einer Generation zunichte gemacht.“
Houellebecq, Ich habe eine Traum
Goodbye altes Haus

Gottes Mitspieler
Erst mit der systematischen Ersetzung der metaphysisch unterlegten Teilhabe, die unverbrüchlich ist, durch die sozial definierte Zugehörigkeit, die versagt werden kann, wird der Außenseiter möglich. … Es ist jedoch – für die Moderne ein befremdlicher Gedanke – eine Zuversicht aus Demut. Sie verdankt sich der Vorstellung, dass Gott sich im Menschen einen Mitspieler erschaffen habe, der nicht einfach, wie die übrigen Wesen, strikt an die Gesetze der Natur gebunden und passgenau eingebettet ist, sondern als freigestelltes Geistwesen sein Teil dazu beiträgt, die Schöpfung auszuschreiten und in den Grenzen seiner Möglichkeiten zu vollenden.
Konersmann, Außenseiter S.120-121
Ein Traum
Der eine genießt im Traum hundert Jahre des Glücks und erwacht, der andere ist einen Augenblick glücklich und erwacht. Vergeht nicht bei beiden das Glück, wenn sie wach sind? Das Gleiche gilt in der Stunde des Todes für den, der ein langes, und den, der ein kurzes Leben gehabt hat.
Shantideva
Harakiri
Sagt ein Planet zum andern: „Wie geht’s?“ „Schlecht“ „Warum?“ „Ich habe Homo Sapiens“ „Mach dir nichts draus, das geht vorbei“
Just for the Records
„Mein Führer, ich kann wieder gehen!“ (Dr. Seltsam)
Auf dieser Stufe der Achtsamkeit, wird alles, was ins Bewußtsein tritt, wahrgenommen als »nur eine Form und ein Name«; der Geist bleibt, gleichgültig, was in ihm entsteht, neutral. »Man erkennt ganz einfach, daß alles, was im Geist aufsteigt, ein natürlicher Prozeß ist, der entsteht und vergeht, der eine Zeitlang bei einem weilt und dann verschwindet – es bleibt nicht für immer. Und dann kann man einen Zustand des Friedens und der Ruhe genießen.« Ew. Kusalacitto in „Dialog mit dem Dalai Lama“ von Daniel Coleman
Viele zeitgenössische Moralphilosophen haben sich mehr auf die Frage nach dem richtigen handeln als auf diejenigen nach dem richtigen sein konzentriert, mehr auf die Definition der Pflichten als auf die Frage, worin ein gutes Leben bestehen sollte, und sie lassen keinen Raum für eine Vorstellung vom Guten als Gegenstand unserer Liebe und Treue oder als herausgehoben Bezugspunkt unsere Aufmerksamkeit und unseres Willens. (Charles Taylor)
Vietnam…
… hatte scheinbar zumindest positive Einflüsse auf die Spielzeugindustrie.
FINTA

Ich bin so froh, dass ich einem alten Geschlecht zugeordnet bin! Wenn ich Frau oder sogar Feministin wäre, würdet ihr mich auf der Palme finden!
…. auch gut
Jedes Gebären ist verdächtig; die Engel sind dazu glücklicherweise unfähig, denn die Fortsetzung des Lebens ist den Gefallenen vorbehalten.
Cioran: Die verfehlte Schöpfung
Pronto verhalf mir zur Einsicht, dass Missgunst, Schlauheit und Heuchelei die Folgen der Willkürherrschaft seien und das im Allgemeinen diejenigen, welche bei uns Edelgeborene heißen, eben doch weniger Menschenliebe besitzen als andere.
Selbstbetrachtungen, Marc Aurel
Wir brauchen eine Diktatur des Storytellings! Inhalte spielen dabei naturgemäß keine Rolle. Es kann revolutionär oder reaktionär sein, aus der Woke-Bubble oder vom alten weißen Mann kommen. Mir egal! Ich stehe für dieses unstete ausgedachte Rumgeschubse nicht mehr zur Verfügung. Wir brauchen wieder etwas, das den Menschen sagt, wo es langgeht und das von 99,7% der Welt!bevölkerung gewählt wird. Dann stellt ein Zukunftsministerium ein Fünzigjahresplan! auf (bestenfalls in der Volkskammer oder Führerbunker), wie das einmal vorgegebene Storytelling befolgt werden soll. Jeder der ausschert, wird ausgewiesen! Wohin? Weltall! Das ist eine gute geschäftliche Kooperationsmöglichkeit der dann herrschenden Weltführung mit Elon und Jeff. (Bitte diese Kooperation im Pitchdeck des Zukunftsbriefings hervorheben … evtl. noch irgendeine schwarze Transfrau (Achtung: Auf keinen Fall Blackfacing) reinpasten, sonst sieht es so sehr nach cis und Patriarchat aus. Wichtig für die strukturelle smoothness des Storytellings ist, dass PoC, BPoC, BiPoC und FLINTA nicht getriggert werden und in einem Safe Space über kulturelle Aneignung und Identitätspolitik diskutieren können. (Scheisse, ich mische mich damit schon inhaltich ein). Ok, mir geht es bezüglich des Storytellings eigentlich nur darum, dass WIR UNS ALLE MAL EHRLICH MACHEN und dabei TRANSPARENT vorgehen.
Liebe Grüße, euer gottverdammter Motherfucker ohne Gebärmutter!
P.S. Realität wäre auch nicht schlecht. (WELCHE VERSCHISSENE REALITÄT???)
samsara
ich sehe nich allzuviel von den städten die ich besuche, aber über kassel kann ich folgendes berichten. ich glaube, es gibt dort nicht allzuviel, aber eine hübsche kunstuni in einem park. es wrkt alles sehr familiär. in der nähe gibt es ein kleines hippes cafe in dem die kunststudenten kaffee trinken, der von andern kunststudenten serviert wird. außer der kunstuni hat der homeshoppingsender qvc sein callcenter in kassel. die kunststudenten, die nicht im cafe arbeiten, arbeiten im alle im qvc callcenter. Stefanie Sargnagel
läuft
Washing Machine Poetry
spam
Während der Rationierung im Krieg war Spam eines der wenigen Nahrungsmittel, die in Großbritannien praktisch überall und unbeschränkt erhältlich waren. Die Omnipräsenz dieses Fleisches, ähnlich wie später die unerwünschter Botschaften (zum Beispiel als E-Mails), förderte die Entwicklung des Begriffs. Als Synonym für eine unnötig häufige Verwendung und Wiederholung wurde der Begriff durch den Spam-Sketch der englischen Comedyserie Monty Python’s Flying Circus geprägt: In einem Café besteht die Speisekarte fast ausschließlich aus Gerichten mit Spam. Jede Erwähnung des Wortes führt erschwerend dazu, dass eine Gruppe Wikinger lauthals ein Lied anstimmt, dessen Text auch nur aus dem Wort Spam besteht und so jede normale Kommunikation unmöglich macht.
Idiot IV
Für das Leben ist immer Sonntag. Es liegt gelangweilt rum und wartet darauf, dass wir etwas aus ihm machen. Leider haben wir nicht die Position (im wahrsten Sinne) zu beurteilen, ob wir etwas aus ihm machen. Immer nur nachher! Immer zu spät! Wir laufen dem Leben nicht hinterher und nicht vorneweg, sondern trampeln auf ihm rum. Orientierungslos, planlos, alternativlos. Wie Blinde auf einem Tretminenfeld! Wer gibt welche Handlungsanweisungen?
Lagergedanken
Überall muss alles raus. Aber warum in unsere Wohnzimmer? Lagerplatz ist bekanntlich teuer. Wir sind Zwischenlager von Amazon, Zalando etc. pp.! Die Konzerne wollen ihre Produkte irgendwo kostenlos hinlegen, also warum nicht in die Haushalte Deutschlands. Wo man hinschaut „Sale“. KADEWE (eigentlich KADEO, es kaufen angeblich nur noch Ostblockbewohner (ehemalige) dort ein), der Schuhladen an der Ecke, der Kinderladen in der Hardenbergstrasse und und und …! Zuerst haben sie es auf der Autobahn in Sattelschleppern gelagert (Speditionen sind günstiger als Lagerhallen. Marketingname: Just in Time), da ist nun kein Platz mehr. Was bleibt denen anderes übrig, als es in die Wohnzimmer der Bürger zu stellen. Und wenn schon alles da rumliegt, warum dann nicht auch die Konsumenten (Betatester) als Zwischenhändler einspannen, die die gelagerten Produkte am besten über die konzerneigene und kostenpflichtige Online-Plattform wiederverkaufen und das hauseigene (ebenfalls kostenpflichtige) Online-Zahlungssystem dafür nutzen, damit ihr Geld auch immer in guten Händen bleibt.
Endlich!
Ich habe für mein restliches Leben genug nachgedacht. Ich kann jetzt nur noch machen!
„Most computational neuroscientists tend to estimate human storage capacity somewhere between 10 terabytes and 100 terabytes, though the full spectrum of guesses ranges from 1 terabyte to 2.5 petabytes. (One terabyte is equal to about 1,000 gigabytes or about 1 million megabytes; a petabyte is about 1,000 terabytes.)“
Vor YouTube, vor Facebook, vor Katzengifs: Die erste Website der Welt ist wieder online
„On the day that my wife, Carole, drove me away from prison, she handed me an Apple iPhone. After she showed me how to use it, I touched the Safari icon and began to access the Web for the first time. I used Google to search my name. “
salon.com, After 25 years in jail, the Internet blew my mind
„Ich fasse zusammen: Die Marketing-Abteilung von Rewe muss mit der Zeit völlig irre geworden sein. Es hieß ja vor einiger Zeit, dass Alt-Außenminister Joschka Fischer eine Öko-Strategie für das Unternehmen entwickeln sollte. Die muss spätestens vor ein paar Monaten in Zynismus geendet sein: Mir wurden damals an der Kasse Sticker für ein Umweltschutz-Album („Unsere Erde“) angeboten. Mit dem Deutschland-Album aber hat Rewe eine neue Stufe des germanischen Größenwahns erreicht. Hoffentlich werden Hausmeister viele funkelnde Schäferhunde und Steffi Grafs von deutschen Schulbänken kratzen müssen—Mahnmale für die bescheuerte Aktion „Unser Deutschland“.“
VICE.com: Bei Rewe lernst du, warum du stolz sein kannst, Deutscher zu sein
Ich habe versucht, meiner sechsjährigen Nichte den zweiten Weltkrieg zu erklären. Am Abend malte sie dieses Bild, ein visuelles Mash-up aus Lego-Ritterburg und Playmobil-Indianern. Ich mag es verpasst haben, auf einige technische Details einzugehen, aber vielleicht wäre ein Lego-Flakturm die praktischere Lösung um Kindern die Feinheiten des zweiten Weltkriegs näher zu bringen?


