
Autor: l.
„Dekonstruktion planen. Ein Kalender für Ladiez of all genders. Der Queerfeministische Taschenkalender erscheint 2010 das erste mal. Er enthält Ideen für direkte Aktion gegen den sexistischen und heteronormativen Alltag. Außerdem bietet er euch natürlich die Möglichkeit eure Queerulanten Pläne besser zu organisieren. Des Weiteren gibt es viele schöne Illustrationen/ Artworks, Erfahrungsberichte von direkter Aktion und einen Teil mit Vernetzungsinfos für queerfeministsche Gruppen.“
via @houellebeck
Peanuts Yeah!
Make Love Not War / Steven Meisel
Standorte der Überwachungskameras
„Nichts ist so wirksam, wie soziale Kontrolle – soweit geht die Idee mit der Veröffentlichung also schon mal in die richtige Richtung. Wie wäre es aber denn damit, die Bilder der Kameras auch gleich ins Netz zu streamen? So eine Art Open-Source-Version des großen Bruders? Würde das nicht die zu erwartende erzieherische Wirkung potenzieren?“
Auch wenn man sie sieht, macht es die Sache nicht besser. Statistiken (ich habe sie nicht gefälscht, ehrlich) haben erwiesen, dass die Sicherheit an Orten in London seit der Einführung von Ü-Kameras keineswegs zugenommen hat.
Zombies in Plain English


Information ist entfremdete Erfahrung
„… Wenn man wissen will, worum sich eine Gesellschaft oder eine Ideologie wirklich dreht, sollte man der Spur des Geldes folgen. Wenn das Geld in die Werbung fließt und nicht zu Musikern, Journalisten und Künstlern, dann befasst sich eine Gesellschaft mehr mit Manipulation als mit Wahrheit oder Schönheit. Wenn Inhalte wertlos sind, dann werden die Menschen irgendwann hohlköpfig und inhaltslos. …
…Unter dem Strich produzierte die Blogosphäre leeres Gerede, wie es in den heute hochgejubelten flachen und offenen Systemen eigentlich immer geschieht. …
… Wenn irgendeine kostenlose Videoaufnahme von einem albernen Kunststückchen genauso viele Blicke auf sich zieht wie die Arbeit eines professionellen Filmemachers, warum dann den Filmemacher bezahlen? Wenn ein Algorithmus all diese Blicke mit dem gerade angesagten Videoclip zusammenbringen kann, warum dann Redakteure und Theaterleiter bezahlen? In der neuen Ordnung der Dinge zählt nur das Wo. Wer die Rechnerwolke beherrscht, die die Gedanken des Schwarmgeistes steuert, kann unermesslich reich werden. …
… Währenddessen gleichen die wirklich kreativen Menschen, die neuen Proleten, Tieren, die in einer ausgelaugten Wüste alle an den gleichen schrumpfenden Oasen der alten Medien zusammenkommen. …“
Die Mainstreammedien unternehmen gerade einen Feldzug gegen die Internetkultur. Das liegt daran, dass sie nach dem überraschenden politischen Einfluss der Internetgemeinschaft im Sommer eine Gefahr für sich und ihr Klientel wahrnehmen.
Der Mensch als Datensatz
… Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und deren enge Verzahnung mit dem Sicherheitsapparat führen zu Methoden der Ordnungserzwingung, die in Deutschland bisher undenkbar scheinen. Seit neuestem gibt es präventive, nicht verweigerbare gemeinsame „Hausbesuche“ durch Behörden und Polizei in allen Wohnungen ganzer Stadtviertel. …
… Es bedarf konkreter Gegenwehr. Die Algorithmen müssen auf Datendünger-Diät gesetzt und vergiftet werden. Im Privaten hilft digitale Selbstverteidigung. Wir sollten alle davon ausgehen, dass jedweder Datensatz, den wir irgendwo angeben, gegen uns verwendet wird. Sei es im Rahmen einer unerwünschten Profilerstellung, sei es, wenn er beim nächsten Datenskandal „verlorengeht“. Es gibt keinen guten Grund, außer in sehr eng begrenzten Fällen, überhaupt korrekte Daten anzugeben. …
Frank Rieger vom CCC in der faz.
Mit der neuen Firmware 15.02b sind jetzt einige leidige bugs behoben und wichtige features nutzbar.
Freigeschaltet sind jetzt
-das Solarmodul der Taschenlampe
-das lange erwartete Notstromaggregat (getönte Kolbenfenster optional)
Dass die neue Firmware noch Betastatus besitzt, ist alleine daran zu erkennen, dass die Tönung der Kolbenfenster trotz Lizenzerwerbs nur dann nutzbar ist, wenn man in der Registry des Betriebssystems unter HKEY_LOCAL_MACHINE\System\EmergencyPower den Wert unter „PistonWindowColour“ auf „1“ setzt. Das muss heutzutage nicht mehr sein.
Überhaupt werkelt hier ein völlig veraltetes OS. Als ich letztens mal wieder zu faul war, die Bedienungsanleitung zu lesen, habe ich mit einigen Funktionen herumexperimentiert und konnte gerade noch die grüne Lampe des SOUL CUBEs (Tool #D**M_3) aufleuchten sehn. Dumm nur, dass ich am falschen Ende des Giants stand. Im nächsten Augenblick sah ich mich durch einen weiten, dunklen Tunnel auf ein weißes Licht zu schweben. Je näher ich dem Licht kam, desto klarer konnte ich einige Gestalten sehen, die sich darin befanden: meine Großmutter, William Shatner… alle sahen noch so jung aus! Als ich nun auch endgültig ins Licht eintreten wollte, stand mir plötzlich Karl Klammer im Weg und sagte mir, dass ich wahrscheinlich das Universum verlassen wolle. Und fragte, ob ich mir sicher sei und erzählte mir, dass ich dann alle erworbenen Lizenzen unwiderruflich verlieren würde… Irgendwie habe ich dann „Abbrechen“ gesagt und Schluss wars mit dem Tunnel und dem Licht und Willam Shatner.
Werde mir wohl doch die Ultimate-Version des neuen 7er Betriebssystem kaufen und ins Giant einspielen. Aber Achtung! Vor jeglichem Update alle Verbraucher im Haus abschalten. Nicht auszudenken, wenn nach dem Update einige Funktionen spinnen würden.
Insgesamt ausgereift – kaufen!
Gute Kundenrezensionen helfen beim Kauf doch sehr.
The real life is starting
web 2.0 suicide machine promotion from moddr_ on Vimeo.
now!

Rudolf Rocker – Buchbinder und Anarchist
Unsere Memex

Vier Jahre bewegteflaeche! Was sagt man dazu? Zeiten kommen und gehen, genau wie Mitstreiter, die oft gar keine waren. Man bewegt sich in Raum und Zeit und als einzige Konstante bleibt das digitale Gedächtnis von Ereignissen, die einem sehr nahe gingen oder nur ganz banal der Unterhaltung dienten. So ist das Leben und so reflektiert es aus der virtuellen Umgebung zurück.
Ich habe mal von jemanden gehört, der 40 Jahre jeden Monat ein Portrait von sich gemacht hat. Mit 70 Jahren hat er sich das als Film angeschaut. In diesem Sinne wäre ich gerne Gordon Bell, der als Protagonist des Projekts MyLifeBits sein Leben möglichst komplett aufzeichnet. Vor allem die Auswertung der unbewussten Zustände im Zusammenspiel mit den Realitäten halten bestimmt interessante Erkenntnisse bereit.
Die bewegteflaeche ist zwar nur ein kleiner Ausschnitt meines Lebens, aber dafür arbeite ich auch nicht für Microsoft. Vielleicht setzt mich Gott nach meinem Ableben an einen Cloudcomputer (haha) und lässt mich anhand dieser Datenbank mein Leben Revue passieren. Dann kann ich schneller zu den Engeln (ich bin neuerdings Optimist), denn den Kram kenne ich schon. Menschen ohne Blog müssen sich dann ganz schön auf den Hosenboden setzen. Vorsprung durch annähernd simultane Reflexion führt vielleicht zur schnelleren Erlösung.
Vielen Dank an die Blogger der flaeche! Ohne euch wären meine MyLifeBits nicht halb so interessant und amüsant.
mircodungeons
oft ästhetisch
Barbara Klemm ist 70
Was war das für ein Bild?
Es waren nur drei Männer darauf, die in der Ecke standen. Die Schlacht war schon vorbei, als ich ankam. Aber diese feisten Kerle – das war so eine Gruppierung, bei der sich etwas entlarvt hat, das an den Saalschutz des „Dritten Reichs“ erinnerte. Eigentlich war es ein ziemlich harmloses Bild. Gleichzeitig hat es etwas sehr Bedrohliches ausgedrückt. Walter Scheel sagte mir damals, ich hätte damit mehr als alle Parteien dazu beigetragen, dass die NPD nicht in den Bundestag kam. Ich glaube, es ist das einzige meiner Bilder, das eine politische Wirkung hatte. Deshalb war Walter Scheel mir sehr zugewandt. In diesem Hotel in Warschau konnte ich bis zum Anfang des Abendessens bleiben. Schließlich waren beide Außenminister im Saal, und hinter ihnen hing ein Gobelin mit einer Liebesszene. Ich habe zweimal auf den Auslöser gedrückt, dann hat der Pressesprecher gesagt: „Ich glaube, jetzt reicht es.“ Ich habe gesagt: „Ja, vielen Dank“ und bin verschwunden.
xbox: zielt auf ihre köpfe!
xbox: jeder schuss muss ein treffer sein
xbox: los, zielen und schiessen
er so: er ist tod. ich seh nach.
er so: da ist doch noch einer. komm zu papa. unschön.
er so: scheisse die sind gut. wollen die mich verarschen? die stehen hinter mir. schlechte idee.
er so: das waren jedenfalls mehr als 500 schuss.
xbox: mission fehlgeschlagen.
er so: danke. mit einem sniper wäre das alles viel leichter.
xbox: los erschiesst die penner!
er so: das sind doch meine da oben. scheiss snoobs!
xbox: erschiesst die pisser!
er so: ok gut.
er so: gleiles garagensplatter! wo haben die denn alle das tuch her? das will ich auch haben.
er so: wie, es gibt kein spiel mehr, kann nicht sein.
er so: ohh, headshot.
er so: nicht ein einziges mal getroffen.
er so: ich habe auf seinen kopf gezielt. ich kann viel töten, aber nicht so viele.
xbox: die sind gut. zielt auf ihre köpfe.
er so: ahhh nein, eine granate.
xbox: (todesröcheln)
h_rich als Kriegsberichterstatter bei seinem Neffen an der xbox.
Frohe Weihnachten
Breaking News
Diskrepanz
Komisch ist, wenn es draussen saukalt ist und in einem der Frühling tobt. Gelobt sei die Diskrepanz!

thanks to deborah ostrow!

Und Sie kennen doch den elitären Kunstzirkus, mit all den champagnertrunkenen Buddy-Kuratoren und selbstgerechten Gigolo-Galeristen – wie soll ein junger Künstler da einen Einstieg finden? Und es ist doch irgendwie verständlich, dass man aus diesem Zoo ausbrechen möchte und mit seiner Kunst reale Menschen im realen Raum erreichen möchte. …. Die Konstruktion leidenschaftlicher Alltagssituationen soll alles zur Kunst werden lassen, damit sich schließlich die Kunst selbst auflösen kann.
Bullit / Beste Verfolgungsjagd ever
Hey, du hast auch nur drei Gesichtsaudrücke.
Na dann habe ich immerhin zwei mehr als Steve McQueen.







