Post RAF-blues

seit der wiedervereinigung bzw der fußballweltmeisterschaft ist die definitions-hoheit storniert, vorher war sie auch nicht vorhanden; sowas wie souveränität fehlanzeige sowieso. einmal vasall, immer dabei. jetzt aber auch noch zweitklassiger vasall dieser brötchenfresser wg negativer geburtenziffer. da randaliert der weihnachtsmarkt

lebensauszug XIV 15.12.14

druckabfall im hamsterrad das rotweisse männchen mit dem bart kommt allmälig so in fahrt die gänse gehen zum schafott denken dabei wie jedes jahr ach ging das wieder flott ja so ein reim ist schon fein zur seligen weihnachtszeit da muss das sein. SCHNAUZE, ODER ICH REISS DEN ROUTER AUS DER WAND! die daten wachsen […]

weihnachtsmarkt

samstag auf dem w., friedrichsplatz bis königsplatz, lagerinsassen kaufen merkwürdige gegenstände für andere lagerinsassen von wiederum anderen lagerinsassen in erleuchteten kabinen. die konsumgesellschaft der sinnlos kandierten dinge. das interessanteste ist die undefinierbare geräuschkulisse(atmo)

nebenan,

im badezimmerfenster nebenan stapeln sich 27+4+1 klopapierrollen, der russe liegt weiter mit 9 ltr vorn(ich bin immer noch bei 3 – 4 ltr, aufsteigend

lebensauszug XIII/02.11.14

heimat?! nach fünf wochen ist die talsohle erreicht. nichts ist schlimmer als der tägliche wahnsinn. spießrutenlauf durch das horrorlabyrinth. die realität ist nicht fassbar. alle wollen irgendwo hin, aber keiner weiss, was er da soll. trotzdem immer mit volldampf voraus. nebelgranaten werfen für sich selbst. die sogenannten gescheiterten menschen haben wohl irgendwann als einzige kurz […]

transparenz

3 generationen exilanten in südfrankreich, hochwasser, berlin – „die parole heißt: definieren statt kritisieren“d.h. man zieht an den stadtrand, wieder in kassel dummschwätz athen, diese woche kunsthochschule goes regierungspräsiduum, die verschiedenen ebenen des schwachsinns überlagern sich. überall affenhorden mit haltungsschäden, gesichtsgrimassen okay

lebensauszug XII/23.09.14

realität! fuck! ich könnte den ganzen tag arbeiten. schaffe ich aber nicht, weil ich zu viel saufe! Der nachwuchs möchte die realität ebenfalls nicht akzeptieren. geht nicht über blätter und zapfen. die kälte macht allen zu schaffen. die see ist bestimmt ruhig.

lebensauszug XI/17.09.14

die saison ist vorbei. was passiert hier, wenn kein gast da ist? ausgestorben, still, tot! wann ist es am schönsten auf der welt? nachts, wenn alles schläft. also nur noch nachts reisen. der nachwuchs sieht das alles anders und entdeckt das leben, vor allem aber südländische männer. sie wirft sich bei gutausehenden jungs auf den […]

lebensauszug X/16.09.14

die urlaubmachenden ehemaligen eingeborenen mit arbeitsgenehmigung in deutschland lassen es hier richtig krachen. da wird schon mal der jetski flatrate gebucht. während den videoaufnahmen vom ufer klappen die dann ab 13.30 reihenweise weg. liegt klar am flüssigkeitsmangel. haben einfach noch nicht genug getrunken. sie müssen, nach dem die frauen sie vom ufer gezogen haben, die […]

lebensauszug IX/14/15.0914

gute autobahnen sagt man mir. hitler. keine spurrillen und das seit 70 jahren. das alles noch irgendwo im schluchtenland. würde dobrindt genug maut erheben, könnte er die autobahnen auch für den einmarsch nach russland klarmachen. wieviel schilling müssten das dann pro gefahrenen km sein? wie man aus der heimat hört, redet da bald auch die […]

lebensauszug VIII/13.09.14

old shatterhand getroffen. ist immer noch der selbe wie früher. nur das um seine hose die fliegen kreisen. hatte nach einem jahr siemens in deutschland zwei wochen urlaub in der heimat. ist dann gleich dort geblieben. seit dem sucht er holz in den bergen. macht einen zufriedenen eindruck. nur um seinen alten kumpel winnetou trauert […]

lebensauszug VII/12.09.14

das leben, die zeit! kaum ist man aufgestanden, liegt man schon wieder und muss erinnern. zwischen den unwettern sind die wellen wie gemalt. riesen kaventzmänner schieben sich dadurch und orientieren sich an den kleinen. angst beim hinsehen, doch die kennen das ja schon. auch die ureinwohner schauen zu viel internet. jeder fleck dieser erde soll […]

lebensauszug VI/11.09.14

gerade meine aufzeichnungen der letzen tage gelesen. sinn unzusammenhängend, orthografie bescheiden. arbeite mit primitiven mitteln. autokorrektur und 4 zoll display lassen mich verzweifeln. habe versucht die fehler so gut es geht auszumerzen, doch auch dadurch wird der sinn nicht besser. habe ich gelbfieber? bin ich schon im delirium? wetter katastrophal, muss mit fischerstiefeln zum bierkaufen. […]

lebensauszug V/10.09.14

vor krokodilen ist man niemals sicher! der nachwuchs kann davon lieder singen. die eingeborenen dagegen sind auszugsweise sehr nett. habe üfür zukünftige aufenthalte auf dem festland eine sichere unterkunft gefunden, die einen nahen blick in die unendlichkeit zulässt. man verliert sich geradezu. habe bedenken, dass ich mich nicht mehr wiederfinden könnte. werde mich zum kampfschwimmer […]

lebensauszug IV/08/09.09.14

sodbrennen für zweifünfzisch, wo kriegt man das heute noch? für mich eine überraschende antwort: im kriseneuropa. dieses europa hat noch eine zukunft. holen die wirtschaftswunder einfach später nach. von der dacia-strategie träumen alle deutschen autohersteller und bekommen es nicht hin. so dolle sie auch wollen, die müssen jede aufgekaufte drittklassige automarke zu einer premiummarke machen. […]

lebensauszug III/07.09.14

jedem affen sein swimmingpool. die ehemaligen ostblockaffen ahmen jetzt die 80er-jahre westaffen nach. putin ist der anführer. er will es gedanklich nicht über den vorhang schaffen. die kgb-schule ist kein pappenstiel. andere würden vielleicht gerne. keine chance! stehen vor dem blau des swimmingpools und können keinen gedanken fassen. haben die szene damals aus dem tal […]

lebensauszug II/05/06.09.14

auf dem festland neue affenart (slawischer einschlag) entdeckt, die eine intuitive art zu leben verlernt hat. brunzeln mit ihren affenkindern so vor sich hin und versuchen mit modernen technischen geräten (min. 20 zoll) die welt und sich selbst festzuhalten. wofür? empirischer vergleich unterschiedlicher lebensformen zwischen den neuen alten fronten scheitert. degeneration mit leichten vorteilen jenseitig […]

lebensauszug I/04.09.14

vier tage auf hoher see. der sturm hat mich fast von den planken gefegt. zwischenstop auf einer kleinen insel. nur ein ureinwohner, mücken und ruinen. längerer aufenthalt unmöglich, trotz menschlich guten kontakt. endlich auf bekanntem festland angekommen. insekten verfolgen mich, nachwuchs sieht krokodile. die see ist ruhig.

lagernotizen(2)

kommunikation: genetisches geplapper man wird älter, das durchschnittsalter nimmt zu…wir sind also die jungen alten wir sind jetzt offiziell global player, aber nicht als looser sondern als gewinner(von was?). dieses setzt sich gerade als mentalität bei den bis zu 40jährigen durch, das prekariat wird geadelt. was der rest meint ist sowieso egal, konsum. wir sind […]

Fahrradhelme ‚Flak‘

im futuristischem Retrodesign sind der letzte Schrei für Skater und Biker. Interessant ist die dahinter stehende Aussage, als Radfahrer im Autoverkehr befinde man sich in einer ähnlichen Situation wie der Hitlerjunge(mit Fahrrad) im Volkssturm in der Endphase des 2.Weltkriegs angesichts der alliierten Panzerkolonnen. Das Melodram „Die Brücke“ lässt grüßen. Andererseits wäre es auch eine gute […]