
Kategorie: Allgemein
lieber indie-filmer,
licht macht man nicht nur an weil es dunkel ist.
licht ist ein gestaltungsmittel, auch tagsüber.
nur weil eure semi hd-kamera (ein format das die meisten nicht verarbeiten können weil der rechner nicht leistungsfähig genug ist) sagt das es hell genug ist (was ihr offensichtlich nicht seid), heisst das nicht das das bild gut wird.
rote folie für die hintergrundbeleuchtung plus allgemeines matschelicht macht ein wohnzimmer nicht wirklich spannend.
kontrast, baby, kontraste.
übrigens: film ist ein audio-visuelles medium.
das mit dem visuellen, s.o., klappt nicht wirklich gut.
audio ist meistens eine katastrophe.
eure nuschelnden meine-freunde-die-schauspieler haben auch eine gute tonabmischung verdient.
das publikum erst recht.
den rechner anwerfen und presets abfeuern taugt nicht für filmmusik, ehrlich.
ein wenig handwerk schadet nichts.
dann kann man sich auch auf die story einlassen.
vielleicht macht ihr dann mehr als einen film.
wenn ihr glück habt interessiert sich wirklich jemand für euer „meisterwerk“.
ich habe jetzt erstmal genug von film(?)-festivals.
mir fiel letztens auf, was ein spass es ist gute schauspieler zu sehen.
zu sehen durch eine wunderbare kameraarbeit.
geführt von regiesseuren die ihr handwerk beherrschen.
drehbücher mit hirn.
produzenten die auch nein sagen können.
filmförderung ist das karzinom der leidenschaft.
Frauenfreundlichkeit
„Die scheinbare Frauenfreundlichkeit des Feminismus ist in Wahrheit Frauenverachtung und -entmündigung. Wenn Frauen suggeriert wird, dass sie keinerlei Eigenverantwortung haben, keine Entscheidungsfreiheit oder Einfluss auf ihr Schicksal, sondern vollständig fremdbestimmt sind, ist das schlichtweg frauenverachtend.“ Beate Kricheldorf, 1998
Peer Steinbrück
„Ich könnte Peer Steinbrück pausenlos die Fresse polieren!“
Scheinbar hat unser Peer Steinbrück bei den Schluchtenscheissern einen echten Nerv getroffen. Ansonsten kann ich mir die Reaktionen nicht erklären. Diese Farce zu beobachten ist richtig lustig. Kann mir einer erklären, wie es zu so einer kollektiven Hasslawine kommen kann? Um das zu erklären, muss man wahrscheinlich Schweizer sein.
Introducing the book
newspaper in trouple
If you want to know why newspapers are in such trouble, the most salient fact is this: Printing presses are terrifically expensive to set up and to run. This bit of economics, normal since Gutenberg, limits competition while creating positive returns to scale for the press owner, a happy pair of economic effects that feed on each other. In a notional town with two perfectly balanced newspapers, one paper would eventually generate some small advantage — a breaking story, a key interview — at which point both advertisers and readers would come to prefer it, however slightly. That paper would in turn find it easier to capture the next dollar of advertising, at lower expense, than the competition. This would increase its dominance, which would further deepen those preferences, repeat chorus. The end result is either geographic or demographic segmentation among papers, or one paper holding a monopoly on the local mainstream audience.
Die Welt dreht sich immer noch!
Ich kann das nicht glauben. Sie dreht sich echt! Jeden Morgen bin ich aufs neue ueberrascht. Der Grund dafuer will mir nicht einleuchten. Es passiert so viel im großen Kosmos. Warum schlaegt hier nicht ein Komet ein? Warum implodiert die Erde nicht? Warum haben wir uns selber noch nicht in die Luft gesprengt? Vielleicht gibt es doch einen Gott. Vielleicht aber auch nur einen Teufel, der Lust daran hat, sein diabolisches Spiel mit uns zu spielen. Wahrscheinlich ist es reiner Zufall, dass wir noch existieren. Mal sehen, ob der Zufall morgen noch will.
Verkehr ohne Worte
Genau das denke ich auch manchmal. Einfach aussteigen, am nächsten Verkehrshindernis anklopfen, einsteigen, ans Steuer setzen, gewünschtes Fahrmanöver absolvieren und danach mit meinem Auto weiterfahren. Würde oft schneller gehen. Noch besser: Auto abschaffen!
schönes Russland
links for 2009-03-20
Kunsthistoriker haben …
… es bei Thomas Bernard auch nicht leicht.
„Das Geschäft der Kunsthistoriker ist das übelste Geschäft, das es gibt, und ein schwätzender Kunsthistoriker und es gibt ja nur schwätzende Kunsthistoriker, gehört mit der Peitsche verjagt.“
links for 2009-03-17
amokshooter
wer nachts lange chattet (oder auch nicht!), sein leben nicht so aushält wie es ist und das vegetieren satt hat, für den habe ich hier eine onlineexitstrategie gefunden. vielleicht sollte die bundesregierung diese anwendung mit staatsgeldern unterstützen. damit könnten die betreiber unterschiedliche virtuelle umgebungen für unterschiedliche amokläuferpersönlichkeiten programmieren.
amok
Frauen sind angeblich ungeeignet zum amok-lauf, weil sie zu sehr auf die Frage fixiert sind, wer macht das hinterher alles weg bzw. sauber.
sagt die amok-forschung, ist eine unbewiesene these(oder arbeitshypothese)
35 Stundenwoche
Wenn man das Wochenende volles Pfund durcharbeitet, hat man auch kein Montagstief! Die 35 Stundenwoche hat uns kaputt gemacht!
Das leben von Justin M.
Ich komme nicht drumherum, einen Ausschnitt aus meinem neuen Lieblingsblog zu zitieren.
„Greetz Leute, weiß hab lang nichts von mir hören lassen. Ich glaub ich hab seit Sonntag durchgesoffen um Madlein aus meinem Kopf zu spülen. Montag und Dienstag hab ich auch Schule geschwänzt um Zeit zum Saufen zu haben. Is ja eh scheißegal, was bringt mir das beschissene BVJ?! Ne Ausbildungsstelle kriege ich sowieso nicht und nach Berlin komme ich auch nicht. Ich werde hier in Schwülper in meinem kleinen verschisssnene Dachzimmer versauern und mein HarzIV für Aldi Cognac und Sinalco raushauen.“
RAF ist nicht mehr, Verweigerung(?);
für AMOK seid ihr zu alt(d.h. zu langsam),
bleibt nur noch intellektueller Selbstmord (auf Raten),
vertikales retrosampling.
peckinpah, die alten Helden, die nochmal in slow motion
zum retro-show down antreten müssen.
Youtubeklassiker nachinszeniert
Wer Youtubeklassiker nachinszeniert ist ganz weit vorn, weil er es mit seiner Aktion schafft, die Zeit zu komprimieren. Klingt einfach, ist aber kompliziert, so schwer allerdings auch wieder nicht.
Gerhard Richter über Schönheit
„Das sind die neuen Dämonen. Früher waren es die Raubtiere, dann die Nazis, heute ist es das Internet.“ SZ
Berliner Fenster

Mein neues Lieblingsmedium ist das Fahrgastfernsehen der Berliner U-Bahn — Endlich mal ein Arm zur Realität, der feinfühlig nach Nachrichten greift – Das Weltgeschehen, wie von den Teletubbies zusammengefasst. Hier mein persönlicher Favorite der letzten Tage:
Pony Florentine hat mit seinen spektakulär kurzen Beinen–30cm, soweit ich mich recht erinnere–bereits 4 Feuerwehreinsätze verursacht, weil Passanten dachten, es stecke im Morast fest.
Eine prima Alternative zur Tagesschau für all jene zarten Gemüter, denen zuviel Welt auf einmal nicht gut tut.
Web 2.0 in allen Bürgerschichten
Endlich ist das Web 2.0 in allen Bürgerschichten angekommen. Der sitzt bestimmt vorm Walmart (gibts denn eigentlich noch, oder ist der schon pleite?) und bloggt via Iphone. Glück auf!
links for 2009-03-13
Da geht was!
Ist das Web 2.0 tot, oder warum bloggt hier keiner was?
Tauss singt!
Tauss zwitschert am 06.03.09 auf seinem Twitteraccount:
Göttliches Stottern
Mein Suchen nach allen möglich Ausdrucksmitteln ist so etwas wie göttliches Stottern. Ich bin von dem prächtigen Zusammenbruch der Welt geblendet.
Miller
Berlin retardiert
Der Kunstkontakter mit Peter Weibel auf der Art Karlsruhe.
„Popkultur ist in meinen Augen nach dem Faschismus die grösste Bedrohung des 21sten Jahrhunderts“


