
…am 9. November 1953 wurde in Kassel die erste Fußgängerzone Deutschlands eingeweiht – zur Feier des Tages hätte man doch zumindest Michelle Hunziker mit einer Schachtel Dominosteinen zur Treppenstraße schicken können…
via @martinhaase
18:57
Auf die Zwischenfrage eines Journalisten „Ab wann tritt das in Kraft? Ab Sofort?“ antwortete Schabowski dann um 18:57 Uhr mit dem Verlesen des ihm von Krenz zuvor übergebenen Papiers:
„Privatreisen nach dem Ausland können ohne Vorliegen von Voraussetzungen (Reiseanlässe und Verwandtschaftsverhältnisse) beantragt werden. Die Genehmigungen werden kurzfristig erteilt. Die zuständigen Abteilungen Pass- und Meldewesen der VPKÄ – der Volkspolizeikreisämter – in der DDR sind angewiesen, Visa zur ständigen Ausreise unverzüglich zu erteilen, ohne dass dafür noch geltende Voraussetzungen für eine ständige Ausreise vorliegen müssen. Ständige Ausreisen können über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD erfolgen […]“
Auf die erneute Zwischenfrage des Hamburger Bild-Zeitungsreporters Peter Brinkmann[12]: „Wann tritt das in Kraft?“ antwortete Schabowski wörtlich:
„Das tritt nach meiner Kenntnis […] ist das sofort, unverzüglich.“
Nach zweimaliger Zwischenfrage eines Journalisten „Gilt das auch für Berlin-West?“ fand Schabowski schließlich den entsprechenden Passus der Vorlage:
„Die ständige Ausreise kann über alle Grenzübergangsstellen der DDR zur BRD bzw. zu Berlin-West erfolgen.“
LIFE Photo Gallery zum Mauerfall
[11.23] Poona (dpa) – Der greise indische Guru und Sektenführer Shree Rajneesh Baghwan will offenbar die Zeit des Umbruchs in der DDR für sich nutzen. Eine entvölkerte DDR könne Heimat für eine internationale Kommune seiner Anhänger werden, meinte er am Donnerstag in einer Presseerklärung. Er und seine Jünger könnten gar ein Paradies aus der DDR machen, um das sie alle Länder, einschließlich der USA und der Bundesrepublik beneiden würden. In der Erklärung des Mystikers heißt es: „Alle verlassen das Land (die DDR) und wenn die derzeitige Situation anhält, wird es bald völlig leer sein. Doch meine Sannyasins (Jünger) können das Vakuum füllen“.
Als Außenstehender und anteilnehmender Augenzeuge zugleich erlebt Cees Nooteboom das Jahr 1989 in Berlin. Seinen Bericht Berliner Notizen über diese Zeit, in der aus zwei deutschen Staaten einer wurde, rühmt Die Zeit als einen »schön erbarmungslosen Spiegel Deutschlands«. Ende der Neunziger besucht der Autor erneut die nun nicht mehr geteilte Stadt. Und zehn Jahre später inspiziert er die Berliner Verhältnisse ein weiteres Mal.
Gregor Gysi und Cees Nooteboom im Gespräch, 15.11., 11 Uhr im Deutschen Theater, Berlin
Ausschnitt aus der Doku „Objectified“ (Trailer hier)
20 Jahre nach der Mauer
„Liebe Ossis, wir mögen euch trotz des Solidaritätszuschlages und entvölkerter blühend sanierter Landschaften und Stadte.“
BrandNewWelt auf Twitter
Clippy IRL
Ein DJ aus Leipzig erzählt vom Berufsfeld des staatlich geprüften Schallplattenunterhalters der DDR. Nach einem Lehrgang in den Bereichen Moderation und Sprechen vor der Kamera konnte man vor einem Gremium aus DJs und FDJ-Funktionären die Prüfung zur staatlichen Spielerlaubnis ablegen. Die Kasetten mussten mindestens 60% Ostblockmusik enthalten – Westmusik musste durch die Zensur, was bis zu zwei Jahre dauern konnte…klingt alles nicht so wirklich nach meiner Vorstellung von Party…aber auf dem letzten DJ-Gig im Palast der Republik am 9.11.89 wäre ich trotzdem zu gerne gewesen!
Teil 2 der Doku, via KFMW
Von der Idee, die Mauer zu Geld zu machen
Die Wahrheit über die katastrophale Lage der DDR kam erst nach der Wiedervereinigung ans Licht. Anfangs noch hatte die Treuhand geschätzt, dass die Privatisierung der Staatskonzerne in der DDR 600 Milliarden D-Mark einspielen würde. Stattdessen verbuchte die Behörde später ein Minus von 230 Milliarden D-Mark. Und die deutschen Steuerzahler zahlen bis heute für die Wiedervereinigung.
Mary Elise Sarotte in der faz
Bouchéstraße/Harzer Straße, Neukölln
…wenn schon viral marketing mit lebenden Insekten, dann doch lieber besprayte Kakerlaken durch die Wall-Street jagen, anstatt Hausfliegen Banner durch die Buchmesse schleppen zu lassen

nevver, via mublag.boinkor
Ostkreuz

Harald Hauswald „Berlin Alexanderplatz“

Harald Hauswald „Straßen von Berlin 1981-1991“ (das ist doch das Tacheles im Hintergrund, oder?!)
…aus dem großartigen online-portfolio der Ostkreuz – Agentur, mit unter anderem etlichen Fotoreportagen über Berlin vor dem Mauerfall
unsocial networking
der Soundtrack der Wiedervereinigung…
…kam nicht von David Hasselhoff sondern aus dem Tresor – 3sat Bauernfeind Beitrag vom 4.11. via
baut sie wieder auf
am 9. November sollen 33 000 Menschen in Berlin die Mauer nachstellen – dazu wurde die Strecke in 330 Bereiche mit je 100 Menschen aufgeteilt. http://www.mauer-mob.com/

und „alle meine entchen“ war auch nie ein kinderlied
Die neuen Besitzer der Mauer

Fotografien von Hartmut Jahn.
Wo ist die Berliner Mauer? Wer sind ihre neuen Besitzer? Der Berliner Fotograf und Filmemacher Hartmut Jahn hat die über die Welt verstreuten Mauerteile aufgespürt. Sie stehen auf der Ranch von Ronald Reagan, im Vatikan, im japanischen Zen-Garten oder auf Ibiza. Die großformatigen Panoramafotografien und Interviews mit den neuen Besitzern geben Aufschluss über ein Monument, dass von seiner ehemaligen Trennungsfunktion zum heutigen Bindeglied unterschiedlichster Freiheitsvorstellungen wird.
Das Auswärtige Amt lädt ein zur Eröffnung am Freitag den 6. Nov. von 19-22 Uhr.
Not In Our Name, Marke Hamburg!
Wie die Stadt danach aussehen soll kann man in St. Pauli und im Schanzenviertel begutachten: Aus ehemaligen Arbeiterstadtteilen, dann „Szenevierteln“, werden binnen kürzester Zeit exklusive Wohngegenden mit angeschlossenem Party- und Shopping Kiez, auf dem Franchising-Gastronomie und Ketten wie H&M die Amüsierhorde abmelken.
deutscher Herbst
Ein politischer Filmkommentar – ohne Worte. via @Detherion
Kabarett ist eine Art moderner Ablasshandel. Das schlechte linke Gewissen aus dem Feuer springt, wenn das Geld in der Kleinkunstkasse klingt.
Aus für GEZ?


Handelsblatt, Der GEZ-Gebühr droht das Aus
wer Mitleid haben sollte, dem sei die Aktion Brotspende an die GEZ ans Herz gelegt.
The Humbling
Huffington Post, Philip Roth’s The Humbling Is, At 140 Pages, His Best Book In Years








