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Archiv für 2015

berlin IV

berlin in angst. bitte keine rucksäcke mit auf die partymeile nehmen. da warten 900 milde sorte rauchende polizisten darauf, euch die ladungen mit alkohol abzunehmen. herr henkel meint aber, ihr sollt euch das feiern zwischen siegessäule und brandenburger tor nicht vermiesen lassen. oh gott, jetzt muss ganz berlin schon um 14 uhr sturztrinkend am absperrzaun vorglühen! damit trennt man natürlich die spreu vom weizen. liebe ordnungshüter: ich weiß, euer leben ist schon hart genug, aber ihr müsst alle besucher die nicht lallend und völlig besoffen auf das tor zusteuern auf sprengstoff kontrollieren. die nüchternen sind die gefährlichen!

frühlingsgefühle

heute den ersten patschunen in waldau, vor der apotheke in der nürnberger str. getroffen, in landesüblicher verkleidung inkl turban.
die syrer bei penny nicht angetroffen, verstärkter böllerverkauf.

berlin III

chaos regiert! alle wollen noch schnell zum weihnachtsmann. hamsterkäufe auf dem kudamm, in mitte, in schwabenhausen und überall. die gazetten berichten wie jedes jahr kurz vor weihnachten, dass die deutschen sich das einkaufen trotz …… nicht verderben lassen. dieses mal ist es die flüchtlingskrise. man sollte diese nachricht mal 50 jahre zurückverfolgen. die deutschen sind ein starkes volk, sie lassen sich nicht so leicht von ihrem einkaufszettel abbringen. ich brauch noch:

fahrradlicht, zwiebeln, 3x m3, 16 mm und drei päckchen königberger klopse. frohes fest!

unsere kriegsgefangenen

die angelique bde sind weg, der ukrainische nacktschwimmer, der bei ikea arbeitet, meint 3grad sind gut für den kopf aber zu kalt für die suppe. darauf bei tegut erstmal einen capuschino, dann bei penny syrer gucken, die sich zu zweit codezahlen zum laden für ihre smartphones kaufen + 3 dosen cola, im hintergrund vor der autobahn die zuckerbäckervillen der kasachen, die die cdu vor 20 jahren ausgetauscht hat gegen bmw’s

berlin berlin II

die innere einkehr in der sbahn wird durch den ewigen infodatenstrom gestört, der durch alle gadgets dieser welt strömen. die menschen hetzen vom spiegelartikel, zum facebookpost, zum tweet, zum xingprofil, zur whatsappnachricht, zur pinterestpage, zum instagrambild. wann findet man noch zeit zur inneren einkehr? vorm fernseher. 

berlin berlin I

es gibt wenig orte der inneren einkehr in berlin. menschen hetzen von ihrer whg zum supermarkt, zur nächsten party, zur arbeit, zum berghain, zum freiberuflermeeting in den coworkingspace, zu mama, zum essen, zur kita und zurück. was bleibt da noch an raum, um sich selbst zu finden? die sbahn. 

samsara

ich sehe nich allzuviel von den städten die ich besuche, aber über kassel kann ich folgendes berichten. ich glaube, es gibt dort nicht allzuviel, aber eine hübsche kunstuni in einem park. es wrkt alles sehr familiär. in der nähe gibt es ein kleines hippes cafe in dem die kunststudenten kaffee trinken, der von andern kunststudenten serviert wird. außer der kunstuni hat der homeshoppingsender qvc sein callcenter in kassel. die kunststudenten, die nicht im cafe arbeiten, arbeiten im alle im qvc callcenter. Stefanie Sargnagel

content

trau keinem über 30/ forever young/ jetzt kommen die 100jährigen/ kommunikations- und konsumzwang/
kommunikationsverweigerung

hallo opa

die scheinbar funktionslosen fahrradbrigaden in den europäischen städten sind ein echo der indogermanischen reiterarmeen mit ihren schnellen 2rädrigen streitwagen

der baumstammbalanzierer

ist wieder da

amuck im altersheim

jetzt gehts schon los. die „mehrheit in d.“ will in den krieg gegen die IS
ziehen, sagt die journaille

nachtrag zu halloween

heute in der in der buga, am kaspischen meer: eine telefonierende frau auf dem fahrrad, unsicher schwankend, 2 bis 3 rentnerwandergruppen (werden zunehmend militanter), außerdem nehmen elektrofahrräder mit sinnlosen akkus zu. bei der buchkiste: heute den ersten getroffen, der analoge kameras ablegt. regte sich über erbauungsliteratur (yoga) auf. die krähen krähen

noch ein nachruf

der gott aller wahnsinnigen in d. ist gestorben – jetzt müssen alle und das betrifft geschätzte 99% der bev. wieder amok laufen, sie scharren schon mit den hufen
(ich darf mir – als (hamburg)langenhorner – diesen netten hinweis erlauben)

noch ein proband

edgar wallace krimis/ kinski (cool)
hitlersyndrom/hollywood (h. ist der einzige kanzler, der es bis nach h. geschafft hat) (neid)
freislerprozesse/stammheim als wiederholungsritual(kindergartentheater)
RAF verfolgung als partisanenverfolgung und -liquidierung
winnetoufilme auf dem balkan (als vorinszenierung der 90er jahre)
schmidt, helmut(+)

probanden gesucht

heute beim frühstück um 7 merkel, der harzer roller, horst mahler. das eine steht für wichtigkeit + hosenanzüge, der andere kriegt von vw die autotüren so hergerichtet, das er nicht rauspurzelt, dem dritten müssen die jeweiligen gefängnisse umgebaut werden. alle 3 sind beliebig herausgegriffene beispiele für geheime laborversuche im kz-deutschland (deckname), welches die amerikaner seit 45 betreiben und in dem wir alle freiwillige probanden sind. darauf einen filterkaffee!

kunstkunst

nachtrag.absolventenausstellung der kunsthochschule in der documentahalle am herbstbeginnwochenende, eine woche vorher.
eigentlich enttäuschend, grosse hallen – wenig los, visuell. bis auf eine kleine arbeit(danke saskia), projektion blubberndes graues erdinneres auf waschbeton(80er jahre). dafür lag neben fast jeder auch noch so belanglosen arbeit ein katalog oder ein erläuterndes buch – deutschland, das land der erklärer und nichtleser

angelique und die flüchtlingsströme

jetzt ist bd 5 noch dazugekommen. aber man sieht, auf der waldauer seite der fulda, nicht nur, aber besonders im altweibersommer, dass bäume interessanter sind als menschen und bücher, wohingegen aus dieser anderen sicht wiederum bücher interessanter sein können als menschen – wenn man bereit ist, sie als geheime botschaften der bäume an uns zu entschlüsseln.

bücher

im bücherschrank der buga, gegenüber vom auebad,
liegen seit etwa 2 monaten 4bde angelique(die großen) wie beton.
jetzt noch zusätzlich 20bde brockhaus(lingen vlg), von denen aber zum glück die hälfte
schon weg ist

lager 2.0

überschlägt sich ja z.Zt., auf der beta-ebene.
wohl oder übel auf meta-ebene ausweichen, aufsteigen – lager 3.0.
mal sehn, was noch kommt

versklavte mittelmäßigkeit, als denksport

das unterwürfige in der lagerhaftigkeit springt einem praktisch in jedem geschriebenem, gesprochenem oder auch nur gedachtem satz oder gedanken entgegen. dagegen hilft nur (aktiver?) autismus, z.b. sich nur noch für schach interessieren, wobei das schon in dualismus aufgehobener scheinautismus ist. leider schade

duckface

unsere kanzlerin(„wir“) zieht fast täglich eine schnute, was sowhl eine herrschaftsgeste als eine unterwürfigkeit anzeigt – old jammerface im dilemma mit passenden hosenoutfit.
im netz ist man schon weiter, die anti-duckface bewegung mit unterstützung der feministinnen versucht zumindest den empörten lufteinzug mit lapprigen kußmaul zu unterbinden.
ich freu mich schon auf die nobelpreisrede, obwohl sie da warscheinlich einen schnutenberater haben wird

bananen

bananen

Souveränitätsverlust

mein nachbar, der ökonazi!

lebensauszug XXI

es wird immer schöner an der südostfront. fast alle müssen jetzt nach hause. die schulpflicht ruft. bora tut den nötigen rest. die einheimischen feiern die wiedervereinnahmung ihres landes. das menschliche antlitz wird so prinzipiell von tag zu tag ansehnlicher. 

zum letzten mal den schwaben getroffen. heute abgereist, obwohl er gerade den günstigsten parkplatz in der gegend gefunden hat. kein mensch bezahlt hier fürs parken, außer er. das aber günstig! 

immer wieder die frage warum fährt man überhaupt irgendwo hin? die fliegen, das licht! irgendwas zieht an, aber keiner weiß wirklich warum. es ist wahrscheinlich nicht gut, außerhalb der eigenen notwendigen existenzkreise fragen zu stellen. das führt immer zu enttäuschung. keine antworten. geil!

die schönsten momente ist der massenmord an fliegenden blutkonserven. abends mit der gattin auf jagd gehen und sie mit „vom nachteil, geboren zu sein“ und „die verfehlte schöpfung“ an die wand klatschen. da bekommt töten eine andere bedeutung. sehr befriedigend.

der nachwuchs denkt sich nichts. wieder nicht. die see stürmt so vor sich hin. 

die „flüchtlinge“

sind eigentlich unsere kriegsgefangenen, wozu gehört, von uns anzuerkennen das wir uns im krieg mit wem oder was auch immer und warum befinden. solange wir das nicht tun dürfen oder können oder wollen, lassen sich weder diese menschen noch wir selbst uns durch uns definieren –
eigentlich eine klassische lagersituation, nur die lagerleitung und die lagerleiterin wissen, wer wir sind, nämlich lagerinsassen und wer die sind.
usw.

schneller entwurf

die nilgänse beherrschen die buga, den süden. heut morgen 2 seniorenfahradgruppen begenet und vorsichtig ausgewichen. normalerweise grüßen sich radfahrer, jedenfalls auf den radfernwegen. ich vermeide das hier, indem ich mich als privatornithologe tarne, mit sorgenvoller miene die wirklich ziemlich großen und immer größer werdenden nilgganspopulationen zähle… die buga wird immer mehr psychogelände, u.a. für läufer und hundebesitzer. aber das wasser ist noch gut zum schwimmen

lüneburger heide

morgens dezentes gewehrgeknatter zum frühstück. überall haben die hamburger ihre wochenendhäuser. die heide blüht, radfahrwege okay.

lebensauszug XX

das knattern der fischerboote ist nicht zu toppen. das ist der grund für alle strapazen. sobald die Handtücher ihre nichtsnutzigen besitzer mit den angebräunten wampen abgeworfen haben, wird es idyllisch. dann kommen die einheimischen aus ihren löchern und normales leben kehrt ein. 

der schwabe stalkt mich. jede flucht ist unmöglich. ich kenne nun jeden preis für alles. er ist mein tägliches newsupdate. ich denke, eigentlich hat er es auf meine frau abgesehen. ein wandelndes angebotsblättchen- und newstickerdasein ist das bodybuilding der mittfünziger. seine eigene frau versteckt sich im wasser. 

schön sind auch die vor- und zurückbewegungen am strand. jede etwas größere wolke veranlasst die menschen den strand zu verlassen. mit sack und pack kriechen sie in ihre apartments. nach 15 minuten kommen sie in der knallenden sonne mit autoladungen von gepäck wieder. dann kommt eine wolke usw…. damit kann man den ganzen tag verbringen. mir geben wolken hoffnung. 

der nachwuchs rettet mich oft! kinder machen das leben sehr angenehm. sie haben einen rhythmus, der einen zwingt, zu den besten tageszeiten zu leben. die see wird vom sturm gepeitscht. 

lebensauszug XIX

die fische, die von den dicken bäuchen noch nicht gegessen wurden, werden von diesen beobachtet. mit schnorchel und taucherbrille geht es haubentauchermäßig zur sache. weil zu wenig dabei absaufen, geben die überlebenden zurück an den stränden tips zum geld sparen. „man spricht deutsch“ ist nach wie vor blaupause für den urlaub. egal welche nationalität. heute gab mir zum beispiel ein schwabe tips zum geld sparen. unaufgefordert! es ging um „2,50 gespart für 3gb internet“. zusammenhangslos ging es dann zur deutschen flüchtlingsproblematik. fahrräder, handys und überhaupt geld wird den flüchtlingen nicht gegönnt. ich kaufe mir morgen eine 100 prozent getönte sonnebrille, um das gefühl zu haben, nicht mehr da zu sein. (tip von meinem nachwuchs) ich brocke mir den scheiss ja immer selbst ein. warum muss ich die ganzen strapazen auf mich nehmen, um mir den urlaubsholocaust reinzuziehen? die welt wäre so schön, wenn die menschen nicht wären! ja, ich meine auch mich! endlich die erste zivilisation schaffen und den zoo hinter uns lassen. das wäre was. vielleicht sind die menschen im urlaub am widerlichsten. sie wissen dann nichts mit sich anzufangen. sie haben keine aufgabe. 

der nachwuchs fragt und fragt und fragt. die see schlägt an die steine. 

lebensauszug XVIII

habe mir bzw. uns ein südostfronturlaub verschrieben. antizyklisch geht das! bin an 1600km stau vorbeigefahren. ferienende in ganz deutschland fordert eiserne nerven. die einzigen deutschen, die noch locker am steinstrand rumbummeln, sind die bayrischen weißwürstchen, während deren innenminister herrmann robert blanco als „wunderbaren neger“ bezeichnet. soweit ich gelesen habe, benutzt herrmann das wort „wunderbar“ sonst nie. deshalb freut sich auch blanco so explizit über das wort

ansonsten der anblick wie schon so oft. affen aller nationalitäten räkeln sich mit faktor 50 solange in der sonne, bis die bommel brennt. die handtücher und matten werden abends schon nicht mehr mitgenommen. ein meer von handtüchern warten darauf, ihre eigentümer zu brutzeln. ja, da kann man schon zu einem wunderaren roberto blanco werden. 

der nachwuchs vergackeiert mich laufend! die see ist warm. 


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