Tibet

Weil die Chinesen nicht die Tradition haben, für die Schwachen zu kämpfen. Die Schwachen, die Verwundeten, haben in dieser Gesellschaft keinen Stand. Das ist eine Gesellschaft für die Erfolgreichen und Mächtigen. Es gibt wenig Empathie. Im Westen ist das anders. Da nimmt man automatisch für die Schwachen Stellung. Die meisten Chinesen halten Tibet einfach für ein Reiseziel mehr, einen Ort für Besichtigungstouren; diese unschuldig-dummen bourgeoisen Boheme-Menschen aus Schanghai oder Peking machen dort gern ein paar Tage Urlaub. Aber sie verstehen die Menschen nicht. Sie haben mit ihnen keine wirkliche Kommunikation.

Ai Weiwei zu den Aufständen in Tibet.