freakshow

gestern war ich im buchladen um die ecke (bookworm, beijing). dort gibt es buecher zu kaufen aber auch zum lesen (bibliothek, mehrsprachig). mittwochs sind lesungen. gestern hatte ich das vergnuegen cory doctrow zu hoeren und zu sehen. cory, wie ihn seine zahlreich erschienen fans benennen, ist einer der macher von boingboing (eins der erfolgreichsten blogs). cory las aus einem seiner buecher und hielt anschliessend einen vortrag ueber copyright, internet, drm, usw. cory redet viel. cory redet sehr, sehr schnell. anschliessend konnten fragen gestellt werden. diese wurden von cory sehr, sehr schnell und ausfuehrlich beantwortet. die themen waren sehr interessant und der abend haette auch spass machen koennen. leider hatte ich schon waehrend des vortrags so ein komisches gefuehl im bauch, im kopf. als die ersten fragen gestellt wurden war mir klar was das fuer ein gefuehl war. computer und internet und der ganze kram der damit zusammen haengt sind fuer mich „tools“. nachdem eine frage ueber „facebook“, „myspace“ und anderen „sozialen netzwerken“ gestellt wurde war es klar. fuer diese geeks, nerds, dorks, ist das ganze kein tool mehr, sondern eine erweiterung ihres koerpers. ein appendix mit wi-fi. an extensions. die sog. freiheiten des computers, des internet, die damit einhergehende kommunikationsmoeglichkeit ist keine. es ist eine verkrueppelung von sozialen realitaeten in eine soziale virtuelle abhaenigkeit. die traurigste darstellung, vorstellung der digitalen boheme.
schade.