lebensauszug XVII

seit zwei wochen mit schwerem geschütz unterwegs. mit dem ziel alles niederzuwalzen kommt man weiter! allerdings geben die offensichtlichen feinde schnell auf, um kleine kameraden an die front nachzuschicken. das miese daran ist, die werden immer mehr. heute mit kaum beherrschbarer artillerie auf millionen von widerborstigen wiederaufstehfeinde geschossen. das geschütz hätte mir um ein haar die arme abgerissen. es ist zwar ein bisschen wie mit kanonen auf spatzen, aber die überzahl macht eine massenvernichtung nötig. meine kameraden sind entweder tot, auf heimurlaub oder werden von der vorhölle zurück in die basis hinter die front geschickt. ist auch ein moloch. ich steh hier alleine in meinem schützengraben und kämpfe um mein verstand. ich mach hier doch nicht einen auf colonel kurtz? morgen letzter versuch mit etwas ähnlichem wie napalm. hoffentlich wird mein jetziger einsatz nicht mein persönliches viatnam! heimurlaub wird mir nach den anstrengungen der letzten tage in aussicht gestellt. die letzte ölung ist so oder so sicher.