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Weltverbesserung 01

Joseph Beuys war ein netter Kerl. Seine Arbeiten haben sich intensiv mit der Gesellschaft auseinander gesetzt, was natürlich ein Teil seines „Erweiterten Kunstbegriffs“ war. Auf der Documenta 5 (1972) hat er sich hundert Tage mit den Besuchern über die direkte Demokratie in dem Büro „Organisation für direkte Demokratie durch Volksabstimmung“ diskutiert. Laut damals Anwesenden hat er nie die Geduld verloren und auf die einfachsten Fragen, intensiv und leidenschaftlich geantwortet.

Für die Documenta 7 (1982) hat er sein Projekt 7000 Eichen gestartet. Mit dieser Aktion hat er Kassel einfach mal 7000 Bäume „geschenkt“ (u.a. aus Spenden finanziert), die bis heute das Stadtbild auf entscheidende Weise verändern und dies auf längere Sicht auch immer besser tun werden. Hier gibt’s Bilder davon (Joseph Beuys / 7000 Eichen)

Um jetzt mal zum Punkt zu kommen: Nämlich zu einem Zitat aus einem Interview von 1977. Habe ich eben in altem Kram von mir wiedergefunden.

„Politisch würde das bedeuten, die Alternative zu den bestehenden Strukturen im Großen wäre die Auseinandersetzung mit dem westlichen Privatkapitalismus, mit dem östlichen Staatsmonopolismus. Das wäre die Aufgabenstellung. Denn aus der Sache heraus, ganz objektiv, ergibt sich die Notwendigkeit, etwas darüber hinaus zu entwickeln, denn das was vorgegeben ist, wird die zukünftigen Aufgabenstellungen nicht lösen können…“

(Aus: „Das System nährt den Terrorismus am Busen“. Interview mit dem Künstler im „Kunstforum International“, Band 21, 3/77. Zitat auf Seite 205.)(Zitat 01)

Also, ihr wisst was zu tun ist, oder?

Wer nicht denken will fliegt (sich selbst) raus. (Zitat 02)

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