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Archiv für April, 2018

toll

hier auf kreta. touristen beobachten, d.h. sich selbst. hier westküste nur individualisten und felsen. die ziegen ganz ruhig, tragen keine rucksäcke aber verantwortung. tote katzen auf den schnellstraßen. fü die kreter (‚alle kreter lügen‘) ist tourismus gelebte globalisierung und die amis führen ihren krieg von hier aus. greek coffee und american coffee

das ist die berliner luft

oh gott, jetzt scheint hier die sonne! alle freaks haben wieder ausgang. im winter hartzen die sich durch die wg‘s der berliner randgebiete. bei sonne suchen sie ihre alten kiezstrassen wieder auf, die sie sich heute nicht mehr leisten können. wie zombies stolpern sie über die bordsteine, um besseren zeiten entgegen zu fallen. aber … gott schaut dorthin, wo die kleinste schweißperle rinnt. also immer vorwärts zum nächsten spaß, die sonnenbrille im nacken und die bermudas noch feucht vom letzten hüftenschwingen.

nirgendwo wringen sich die menschen mit so viel stolz aus wie in berlin. tausende durchgeknallte laufen aneinander vorbei und jeder denkt, er ist allein. aber irgendwo da draußen spüren sie alle ein großes etwas. keiner weiß was es ist, aber es fühlt sich an wie ein großes auge, das sie unentwegt beobachtet. es schaut sie einfach so an. nichts weiter! kein grund, kein anlass, keine intension oder sonstiges. es glotzt zeit- und willenlos die spacken an und die dehnen sich unbekümmert im universum aus.

dann gibt es noch die typen die meinen, alles unter kontrolle zu haben. die haben ihr leben und damit auch einen teil berlins in der hand. es sind die stars im nichts. sie spüren ebenfalls diesen großen undefinierten betrachter, sind sich im gegensatz zu den spacken aber sicher, dass es nur sie allein anschaut, da sie an einem wichtigen, großen, bedeutenden spektakel mitwirken … es vielleicht sogar entscheidend beeinflussen. sie warten auf die götter, die ihnen den richtigen platz in der ruhmeshalle zuweisen. sie fordern dort dann ihr podest, um von allen für ihre einzigartige genialität bewundert zu werden. diese tollen zeitgeister beschleunigen ihr hamsterad täglich auf höchstgeschwindigkeit, sind immer kurz davor rauszufliegen, aber leben dafür in den angesagten vierteln, tragen die angesagten klamotten, arbeiten im angesagten business und verbringen ihre zeit mit den anderen angesagten leuten.

am wochenende treffen diese menschen manchmal aufeinander und es vereint sie das gefühl um dieses sehende vakuum. sie sind brüder im geiste und schwestern im amüsement. zusammen warten sie auf irgendetwas. man kann nur hoffen, das sich das warten für sie lohnt und ihnen die zeit am ende nicht alles nimmt. ansonsten ist berlin irgendwann ein abgefucktes desillusioniertes altersheim.

neues aus dem lager

inzwischen sind alle insassen zombies und antisemiten und müssen von der lagerverwaltung, die aus prosemiten besteht, aus demokratischen gründen liquidiert werden zur einführung der menschenrechte.
die lagerinsassen sind vorsichtshalber nochmal geklont werden