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Prosa Weltverbesserung

Guten Abend, gute Nacht

Dreieckige Wolken ziehen vorbei, es wird stiller, die Fledermäuse erwachen aus ihrem Tagtraum. Müde reiben sie sich ihren Ultraschall und fragen sich: Muss ich schon wieder los? Nach einem Moment, in dem der Verstand erwacht, machen sie sich auf, fassen einen Entschluss und lassen sich in die Weiten des Himmels fallen.

Währenddessen versucht ein Falter verzweifelt, nach Schutz zu suchen. Er hat nicht genug Geduld, um die Lücke zu finden. Aufgeregt flattert er, anscheinend ohne genau zu wissen, was er sucht. Doch dann wird er müde und quetscht sich zwischen zwei Schindeln, um die Abendruhe zu finden.

Von dort sieht er die Bäume. Sie stehen im Diesseits und sind bei sich selbst. Sie stehen so herum und empfinden gegenüber allem eine außerordentliche Gleichgültigkeit. Sie schauen auf das menschliche Geschehen nicht mal mit einem müden Lächeln. Sie nehmen es wahr und kümmern sich dann um ihr Business. Existieren.

Den Dingen weder zugewandt noch abgeneigt sein. Sie sind einfach und wissen, dass es so viel gibt, was nicht ist. Sie lieben die Stille, die Existenz, das Leben in diesem Moment. Die Vergangenheit kennen sie nicht, und die Zukunft ist ihnen egal. Sie leben in dem Saft, der ihnen das Leben schenkt.

Gute Nacht!

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