3 Antworten auf &‌#8222;Professor Lobeck raet 56&‌#8220;

  1. lagerkommandant: arbeitlager erde.
    jeder zwangsarbeiter hat heute das recht, ohne zertifikation und zensur frei ins internet zu bloggen und zwar weltweit. darin liegt die revolution. man kann sich heute frei bloggen, unbeantwortete freiheit in den globalen raum. das war noch nie da. aber der eintritt ins internet muss bezahlt sein. jeder zwangsarbeiter muss für seine zwangsarbeitertätigkeit zuerst eintritt bezahlen. auch für den blogger ist die freiheit nicht umsonst. im blog liegt aber auch die hoffnung der zukurzgekommenen: gehört zu werden, entdeckt, angestellt und zu rentenzahlungen verpflichtet zu sein, die natürlich im winterhilfswerk des 21ten jahrhunderts wieder an den staat und dessen selbstverwaltung zurückgegeben werden müssen. hoch lebe das winterhilfwerk.keine freiheit ohne eintritt im arbeitslager erde. verflucht die, die keinen eintritt leisten koennen. ihnen wird der eintritt ins arbeitslager verwehrt. man erkennt sie an den platt gedrückten nasen. deswegen.: sie geil für die zwangsarbeiter.

  2. ich war erst am mohnfeld, das war nicht blutig, grün und rot passt da nicht zusammen, dann habe ich im öffentlichen raum gezeichnet, da kam der sicherheitsbeauftragte der documenta und meinte, ich müsse meine öffentliche raum gesprayte markierung wieder wegwischen. da ich mit sicherheitsbeauftragten nicht spreche, ging der wieder und ich zum katzentisch und dachte dort über willhelm boger nach, den erfinder der boger schaukel, den ich mal auf einem gefangenentransport kennen lernte: die schaukel geht so: man bindet einen juden an den kniehkehlen mit dem kopf nach unten an der schaukel fest, taucht ihn dann unter wasser, schlägt ihm so lange auf die eier, bis er unter wasser schreit und freut sich, wenn das wasser durch seinen unterwasserschrei nach oben hin sprudelt. also, ich habe meinen platz auf der documenta markiert, die urform der kunst überhaupt, markieren und zählen, mit wenigen strichen. das muss weg. es hat mich niemand eingeladen. sozusagen ungeladener gast. aber vor der friedericianum saß einer und protestierte, daß sozialschwache behinderte nicht umsonst in die documenta kämen. auch die armen haben kulturelle träume.

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