{"id":165,"date":"2006-03-24T02:08:58","date_gmt":"2006-03-24T01:08:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bewegteflaeche.de\/?p=165"},"modified":"2006-03-24T18:36:06","modified_gmt":"2006-03-24T17:36:06","slug":"du-redest-laut-doch-du","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bewegteflaeche.de\/?p=165","title":{"rendered":"Du redest laut, doch du &#8230;."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.endl.de\/weblog\/2006\/03\/22\/er-ist-jetzt-gastautor-bei-spreeblick\/\">Zielpublikum<\/a> hat mich drauf gebracht. Warum bin ich eigentlich nicht eher auf den Gedanken gekommen. Blogger sind die Rapper des Internets. Mit S\u00e4tzen wie \u00abWir m\u00fcssen reden wie wir sind, wir m\u00fcssen schreiben was wir denken, wir m\u00fcssen so formulieren, dass andere uns verstehen, und &#8211; uns das ist ganz wichtig &#8211; wir m\u00fcssen unseren eigenen Stil finden.\u00bb <\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Ja das erinnert doch mehr als deutlich an die Urspr\u00fcnge des Raps. Vielleicht liegt da auch der Hund begraben, warum so viele Musiker bloggen. Neulich meinte <a href=\"http:\/\/www.spreeblick.com\/\">Mister Spreeblick<\/a> (auch Musiker) in einem Podcast (leider keine Ahnung in welchem und ich habe auch keine Lust alle durch zu h\u00f6ren), dass das schreiben eines l\u00e4ngeren Blogbeitrags, doch deutlich \u00c4hnlichkeit mit dem Schreiben eines Songs hat. Ich kann\u2019s nicht sagen (bin kein Musiker), aber ich kann\u2019s mir gut vorstellen. Vor allem erinnert mich die Blogosph\u00e4re an das aufkommen vom deutschen Hiphop. Man wird ja doch noch von vielen bel\u00e4chelt, wenn man verlauten l\u00e4sst, man ist Blogger. Die meisten denken an: Z\u00e4hne geputzt, Fr\u00fchst\u00fcck war schlecht, Arbeiten gegangen, Freundin hat schluss gemacht, u.s.w. &#8222;Wer will sich denn den ganzen Scheiss durchlesen.&#8220; So was h\u00f6re ich oft. So war es Anfang der 90ziger auch mit dem Deutschen &#8222;Sprechgesang&#8220;. Vielleicht sollte man mal bei den <a href=\"http:\/\/www.fanta4.de\/start.htm\">Fantas<\/a> nachfragen, ob die da auch Parallelen sehen. <\/p>\n<p>Die Welle kommt genau wie damals aus dem Land des unbegrenzten Schwachsinns zu uns r\u00fcber. (Ok, was kommt da nicht her (Franfurter W\u00fcrstchen)) Die sind nat\u00fcrlich viel weiter. Von Blogfarmen ist die Rede. Unternehmer stellen Leute ein, die den ganzen Tag so vor sich hin bloggen. H\u00f6rt sich ein bisschen nach Plattenboss an. Oder nach Dieter-hirnverbrannt-Bohlen. Deutschland sucht das Superblog. Na ja, den haben wir ja schon. Auch wenn er gerade <a href=\"ttp:\/\/www.spreeblick.com\/2006\/03\/22\/freundliche-ubernahme\/\">Vertretungsblogger<\/a> angestellt hat. Ah, da f\u00e4ngt es ja schon an. Wenn\u2019s denn so weiter geht, kauft Spon bald Johnny Spreeblick. Oder wir haben 2015 nicht Google-Epic sondern Google-Eblick.<\/p>\n<p>Ich bin jedenfalls gespannt wie sich das Ganze weiter entwickelt. Vielleicht kann man aber am Verlauf des deuschen HipHop auch ein wenig die ganze Sache absehen. Solche Marktstrukturen sind ja oft gleich. Es werden am Ende bestimmt einige Blogs richtig Geld verdienen, aber hoffentlich auch noch eine Aussage haben. Manche werden eine Menge zu sagen haben, aber keinen Pfennig verdienen. Dazwischen und darunter gibt es die Trafficnutten, die sich an jeden verdammten Hype dranh\u00e4ngen, obwohl sie nicht den geringsten Schimmer von der Sache haben. Technorati Top Searchs k\u00f6nnen sie gerade noch so lesen.<\/p>\n<p>Ganz nach dem F4 Motto: &#8222;Du redest laut, doch du sagst gar nichts&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielpublikum hat mich drauf gebracht. Warum bin ich eigentlich nicht eher auf den Gedanken gekommen. Blogger sind die Rapper des Internets. 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