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Archiv für Juni, 2017

ist das kunst, oder kann der endlich weg

„tötet helmut kohl“ geht ja nun nicht mehr. während seine leiche durch europa geschleppt wird (im moment liegt die wohl noch in oggersheim rum, eine woche schon! stinkt der kohl oder hat seine richterin eine große tiefkühltruhe besorgt?), fände ich eine plakataktion vor dem parthenon mit dem slogan „lasst helmut kohl auferstehen“ gut. auf der rückseite könnte man orte für das event vorschlagen. oggersheim, speyer, berlin, europa etc. die frage ist natürlich, ob deutschland seinen toten exkanzler erst noch kreuzigen müsste. das könnte ich mir z.z. als sepulkralskulptur gut auf dem friedrichsplatz vorstellen.

die panzernummer ist doch durch. sogar karl-heinz nagel ist schon mit einem flower-power-panzer während einer documenta auf dem friedrichsplatz erschienen. das will schon was heißen. diese 15min. of fame sind öde. alle 5 jahre die gleiche provinzposse. bullshit auf dem f-platz, d-xy hausrecht, bullen und ab dafür. danach noch diskussionsvorschläge von menschen, die die aufmerksamkeitsspanne künstlich am leben erhalten wollen. boah ey! wenn die kasseläner, kasselaner und kassler nicht ihr niveau erhöhen, sehe ich wirklich grundsätzlich schwarz für die nordhessische nekropole.

kunst zeigen und panzer bauen geht jedenfalls prima zusammen. ohne krauss-maffei-wegmann und konsorten hätte es niemals eine documenta gegeben! überhaupt bekommt man doch nach einem besuch auf einer documenta richtig lust, panzer zu bauen. also bitte nicht am ast spielen, auf dem man sitzt (vor allem nicht, wenn er so dünn ist).

beantworten sie eine frage, um weiterzulesen.

bin ich ein idiot?

  • a. ja
  • b. ganz bestimmt
  • c. auf jeden Fall

den leseflow habe ich mir von hna-online (die seite ist echt darknet!!!) abgeschaut. ok, wie funktioniert das: die hna verkauft die antworten. daraus werden völlig minderbemittelte statistiken zusammen geschustert, deren ergebnisse dann wiederum von idioten auf hna-online gelesen werden. allerdings erst nach dem sie beantwortet haben, ob sie idioten sind. wenn es nicht so ein altachtundsechzigerdreck wäre, würde ich schreiben: macht kaputt, was euch kaputt macht.

andy for ever!

anordnung der lagerverwaltung

die einzige kunst die man noch ernstnehmen kann ist kunst die sich lächerlich macht punkt

chapeau

bereits am letzten wochenende wurde ein künstlerisch begabter politikaktivist aus zwesten von der kasseler polizei(die inzwischen bekanntlich mit kunstrecht zusätzlich ausgestattet worden ist)aufgrund des hausrechtes der documenta am/vom friedrichsplatz entfernt und ihm ein platzverweis für die dauer der documenta – für seine aktion – erteilt. er habe mit einem von ihm getragenen protestschild – vorderseite“kriegs-stadt kassel baut waffen“, rückseite:“documenta-stadt kassel macht auf kunst“ – gegen den kunst-ensemble schutz für den friedrichsplatz während der documenta verstoßen.
warscheinlich hat man von zwesten aus kassel brennen gesehen im letzten weltkrieg und sich damals wie heute so seinen teil gedacht.
als neanderthaler bewundere ich die quasi wittgensteinsche kürze der 1.formulierung, die eigentlich keine 2.aussage über kassel mehr zulässt bzw notwendig macht. die dennoch vom plakataktivisten getroffene 2.aussage könnte als rückseitige erläuterung oder erweiterung der 1.aussage .durchgehen, mit ach und krach, sesonders wenn man sie dahingehend versteht, das es in kassel keine kunst geben kann – aufgrund der 1.aussage – , dies aber aber alle 5 jahre gezeigt werden darf (oder muß), wiederum aufgrund der 1.aussage usw .

alles zuombies, aber nett

fake news über fake art für fake communities oder gefakte systeme um sich selbst zu faken – falls man nicht schon gefaked ist. .. fuck fake! bin total begeistert. in kassel hat die polizei jetzt einen mobilen(?) auskunftsdienst, der den besuchern(mit oder ohne smartphone-beleg) auf anfrage bescheinigt, was kunst und was keine kunst ist – wozu die kunstwissenschaftler vor ort offenbar nicht in der lage sind. kunstpolizei statt bullen. – heute auf dem friedrichsplatz, lauter protexleute(private schutzpolizei?) sperren unseren neuen tempel, das bücher-parthenon ab wg unwettergefahr. also zack, schnell aufs rad und zurück nach waldau. danke jungs, grade noch gaschafft ,

Gerechtigkeitsmaschine Documenta

Kunst als Gerechtigkeitsmaschine. Wer wissen möchte, was heute so in der Gegenwartskunst passiert, was die neuen Formen der Wahrnehmung sind oder sein könnten, der ist hier falsch. Diese Fragen werden nicht mehr auf der Documenta verhandelt, sondern auf manchen Biennalen und in Museumsausstellungen, die einen weniger riesigen moralischen Auftrag vor sich hertragen. Das vielzitierte Superkunstjahr 2017 ist das Krisenjahr der Großausstellung geworden. Auf der Website der Kunstzeitschrift „Frieze“ schrieb die Kunsthistorikerin Susanne von Falkenhausen kürzlich über den politischen Legitimationszwang der Großausstellungen. Bezugspunkt sind die anderen, ist das Jenseits des vornehmlich westlich-weißen, ökonomisch gesicherten Bürgertums, dem auch die Kuratoren entstammen und die allermeisten Besucher.
Wer aber, argumentiert von Falkenhausen dort mit Hal Foster, im ethnographisch identifizierten Feld des „Anderen“ den Hauptsammelpunkt aller gegen die dominante Kultur gerichteten Kräfte sieht, der geht sich selbst auf den postkolonialen Leim und exotisiert dieses Andere. Die politische scheinbar eher indifferente, auf Lebenswelt von weißen Mittelschichtskindern abzielende 9. Berlin Biennale mit ihrer avancierten Prosumer-Ästhetik und ihren neuen, technologiegetriebenen Formen erscheint der Professorin plötzlich als „realistischer als das, was wir heute sehen: eine Outsourcing politischer Schuld, spiritueller Sehnsucht und Kollektivität, die das Westlich-Nördliche Selbst plagen, an das (post-)koloniale Andere“.

Faz & Frieze

rollkoffer

geraüsche nehmen in diesen tagen in kassel zu. das andere sind die backpacker, die machen keinen lärm. gestern war das ’streiflicht‘ in der süddeutschen über spam, genauer gesagt über späm mit anannaas oben drauf – leider gebührenpflichtig, also nicht blogbar, aber leicht nachlesbar, weiß aber im augenblick nicht wo. ich liebe die documenta, ich kann bzw muss jetzt 100 tage irgendwas schreiben, man ist/wird gewissermassen ferngesteuert, grandios

– gestern bei edith in der galerie prior in der friedrich ebert str einen kleinen wunderschönen weltuntergang aus der schule von barbizon focussiert, leider etw abgedunkelt, müßte aufwendig restauriert werden oder auch nicht, behauptet edith – das war weil ich am sonntag auf dem flohmarkt in den messehallen einen bd aquarelle und zeichnungen der deutschen romantik erstanden habe(+ einen antiken lautspr von braun-melsungen, ludwig im hawaihemd sass daneben) und ich dadurch einen besonders überraschten blick für französische romantik haben mußte. die kasseler werden in diesen tsgen immer aufgergter und gesprächsbereiter… das wird alles ganz furchtbar enden… ansonsten überall zombies, wobei sich schon die nächste ausrottungswelle ankündigt, die LINKE konsumiert zuwenig usw., redet scheiße usw wagenrad ab

gestern, vorgestern

laut der hessischen allgemeinen(hna) sind scharfschützen (warscheinlich staatsschutzaaaaaaaa) auf dem friedrichsplatz im einsatz – die kasseler sind begeistert von so viel aufmerksamkeit. 2025 soll ks kulturwelthauptstadt des ganzen universums werden. vielleicht drohnen als nächstes – man darf sich nicht zu sehr wundern. was die menschenrechte(für tiere) als kulturelles phänomen angeht, laufen wieder vermehrt junge frauen(feministen?) mit nicht angeleinten riesenhunden
in der fuldaaue herum. das ist die indirekte oder direkte auswirkung der documenta auf die andere fuldaseite. bis jetzt die einzige.

resonanzbaum documenta 14

siebentausend leichen und trotzdem besucherrekord. vielleicht auch gerade deshalb. kann ja wohl nicht sein. documenta aus der ferne ist angenehm, wahrscheinlich sogar die beste möglichkeit der teilnahme. das reizvollste scheint der flug von calden nach athen zu sein. nach 400 tagen miterlebter documenta kann ich mir aber sehr gut die aufregung in ks vorstellen. alles steht kopf. die ganzen anwohnerkünstler aus der nordhessischen provinz versuchen mit documenta-parasiten-ausstellungen in verlassenen unterführungen und runtergekommenen leeren ladenzeilen, die schwarz gekleideten hungerhaken aus den bankrotten kunstmetropolen der welt für sich zu gewinnen. im völligen chaos gelingt ihnen das sogar. kurz. nach zwei sätzen merken die gäste, dass dieser ausstellungsort nicht offiziell zur documenta gehört. peinliche stille und langer schuh ist das resultat. die schlaueren künstler aus kassel haben das erkannt und bieten den besuchern veganen schweinebraten und cocktails auf ungenutzen parkplätzen an. mit der einnahme kann man dann wieder fünf jahre in einem atelier in der frankfurter str. rotwein trinken und mittags in der kunstmensa aufgewärmten hopplafraß zu sich nehmen. die welt ist also doch gut und rund. dennoch ärgert sich die ansässige kunstszene darüber, das die d-leitung schon wieder keinen künstler aus ks eingeladen hat. obwohl ja dieses mal viele nichts sagende werke aus den letzten winkeln der welt zusammengetragen wurden. also nichts marktrelevantes (faz). da hätte es doch wirklich mal gepasst, zumindest ein kasseler readymade in der transgender toilette vor der akropolis zu zeigen. 
ich habe den bewohnern kassels schon immer geraten, nicht über die zeit während der documenta nachzudenken, sondern über die zeit dazwischen. auweia, das macht keinen spass. 

überstanden

frierichsplatz. gestern welthauptstadt der kunst, aus mitleid mit den 1000 journalisten, alles zombies, wollte ich ihnen schon einen hitlergruß(1000€), mit fuß auf der betonplanke(ist übgrigends 1,20hoch, 2000€), mit handschellen(3000E) anbieten, hab kurz mit einem kameramann vom hr darüber geplaudert, ehem kellner in der mutter, gott hab sie selig, kam dann aber schnell zu der einsicht, dass der markt für hitlergrüsse durch die afd-berichterstattungen kaputt gemacht wurde(pro interview mit gruß max.200€ z.zt. mit fallender tendenz). den h’grußmarkt muss man erst langsam mit jüd. unterstützung und der spd(wg kommunaler einnahmen) wieder aufbauen. hab mich dann mit blick auf die vergoldeten pflastersteine vorm fiderizianum nach jüd. kunsthändlern im greisenalter aus tel aviv umgesehen, um denen einen deal wg beleidigung hinterbliebener anzubieten(einklagbare erstattungssumme, je nach anzahl beleidigter fektiver oder tstsächlicher angehöriger, z.b. 2mio geteilt durch zwo), wurde aber abgelehnt mit dem hinweis, das damit nichtmal die telefonkosten für die anwält in nefjork abgedeckt sind. der markt ist also auch kaputt, hab dann noch karl-heinz nagel getroffen, der im unteren segment der ausländerdiskriminierung tätig ist, und vergeblich von der stadt kassel ein atelier für zeichnungen von ertrunkenen syrerkindern sucht
man sieht, die ducumenta 14 ist voll auf menschenrechtskurs und voll politisch

„betonplanken“

in polizeisprech sind dasmit abstand interrressanteste documenta außenkunstwerk – zu beiden seiten der karlsstr vom zwehrener turm bis zur aok-kreuzung, den friedrichsplatz geteilt – um die kasseler lieferwagenflotte in schach zu halten, zumindest für 100 tg, wie sich das gehört. kniehöhe.
bin begeistert: das erstemal m.W. , das es jmd quasi kuratorenmäßig(schimansky?) gelungen ist die begriffe performance, außeninstallation, event, crossmedia etc mit potentiellen terroranschlag – die jeweils oder alle für sich, nichts oder wenig besagen – zusammen zu denken + opernhaft zu inszenieren. naja, documenta eben. und dann dieser wunderschöne, unglaubliche begriff ‚betonplanken‘, wie aus einem roman von gorch fock, ’seefahrt tut not‘!. da geht mir doch glatt einer ab oder soo ähnlich. hab wieder keine unterhose an aber kretische sandalen

wer mich mal gleich vorsichtig von waldau aus durchschleichen, zu meinem hautartzt am opernpl, der wartet schon mit der langen spritze. vorsichtige, langsame tapsige bewegungen, über den friedrichsplatz, unsiche (oder schnell) am parthenon-tempel vorbei schleichen, ganz langsam, noch ein blick auf die planken, aber nur aus dem augenwinkel, die hände coltfern vom körper weg halten und schwenken – wg der überwachungskameras auf dem fridericianum – usw. jüdische sonnenbrille auf?

this is for assholes

This is for Allah“, sollen die Attentäter gerufen haben, als sie ein Pub in London stürmten. „Fuck you, I’m Millwall!“ antwortete Roy Larner.

made my day!

heute

wieder kinderwagengymnastikgruppe: spagatübungen, alle mütter(zombies?) mit neuen strumpfhosen + kinderwagen. gutes team, gestern das sedgway-kommando in der aue unterwegs, gleich geflüchtet, vermehrt hasen gesichtet(3).
außerdem gestern psycos und zombies besichtigt am bebelplatz, nachwehen pressekonferenz documenta stadthalle bei sappori. das hat man davon

zombie(2)

gestern morgens fulda 2 hasen neue mühle naturschutzgebiet andre seite flohmarkt finke
gestern pfingsten fähre hann münden – veckernhagen/hemeln hin und tzurück etwa 3 std < alles nette leute/lauter zombies (inkl. me/ich) mit 1 weinbrand überstanden

achtung zombies(1)!

‚fake news‘ sind von zombies verfasste sog. normale nachrichten. zombies sind die bewohner deutschlands – zwischenzeitlich musste, warscheinlich im rahmen der sog wiedervereinigung, von den anglo-amerikanern zusammen mit der lagerverwaltung(der gesamten politischen und kulturellen klasse bei uns ) des kz’s-deutschland als biologischer fake-versuch die restbevölkerung(minus verwaltung) heimlich ausgerottet bzw ausgetauscht werden.
nicht – außer der verwaltung(s.o.)- ausgerottete bzw noch nicht durch zombies ersetzte urbevölkerungsteile sind z.b. reste der ehemaligen ddr-bevölkerung, die sich teilw. oder u.a. in höhlen im thüringer wald oder in inzwischen leerstehenden kleinstädten oder dörfern in den sog neuen bundesländern überwiegend in kellerwohnungen(mit doppelten ausgängen) versteckt halten und von der hand in den hund leben.

((dieser beitrag wurde von einem zombie verfasst. er wird in loser folge weitere forschungsergebnisse zu diesem ernsten thema der selbstreflektion als aktiver zombie aus dem merkelland an dieser stelle berichten und weitergeben(‚fake news für alle zombies?‘)))

doggumenda

in der stadt laufen jetzt alle leute so rum, das man denkt. wir sind aus nujorg und trinken mal kurz ein kaffe am friedrichsplatz. dazu häufen sich die outlet läden aus berlin, die die ein-euro-shops zeitweise ersetzen. das dokumenta-pressebüro – ehemals leder-meid – voll im menschenrechtsstil, dh leer. 3 aufgeregte junge gänse verschanzen sich hinter irgendetwas monitorartigem und lächeln leise freundlich, wir können auskunft. schimanski der chef abwesend. besondere strategie.
zack wieder aufs fahrrad, das unten wie üblich beim eiswagen in der karlsaue steht, übgrigens als einziges, in der kurve unten an der mahler treppe uff – ab nach waldau.
hab noch vergessen, auf halber höhe, die dockumentahalle mit dem außenkaffe und den studentischen mitarbeitern, sehen alle aus wie nach berlin immer ein auge aufs händie gleich tuft holliwudd oder die vermieterin an. vermieter in kassel an studenten sind so ziemlich das hässlichste was man sich vorstellen kann, ausstellungsdesigner, alles offline