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Archiv für Januar, 2009

bildblogsuchmaschinentrackbackcommunity

darauf hat die blogosphäre gewartet. achso, gibts die überhaupt noch? ich meine so als community. keine ahnung! jedenfalls haut sich da unser teaser rein. aber nur wenns vorher pingt. vielleicht versteckt sich da noch irgendwo ein trackback. ach was weiss ich. wir müssen die BILDgeeks erreichen. das ist unsere roadmap. knapp 40 millionen user! mit unserem content gehts da gleich dahin, wo die luft dünn ist. ich will unseren blognamen auf dem display der BiLDzentrale in der rudi-dutschke-strasse sehen. der schönste zustand ist, wenn man an nichts denkt und trotzdem was macht.

in diesem sinne, jetzt bitte alle posts mit irgendeiner bildurl versehen. gepingt habe ich schon!

I survived the bush administration

null

das hemd können wir uns alle anziehen!

via

dies und das

hitler als tagesschausprecher reaktivieren. oder für den wetterbericht.
seinen garten in ein kz verwandeln(„Buchenwald“) und mit alten möbeln vollstellen.
im karneval als graf stauffenberg verkleidet auftreten.
3.000 € für kinderpornos spenden.
sich die möse rasieren und mit einem wasserfesten filzschreiber anmalen.
sich jeden morgen an die rampe stellen. frauen mit erfundenen vornamen anreden.
1 € jobs: tellerwäscher in der nächsten WG. bücher verheizen.
mit dem porsche in eine krabbelgruppe rasen. den steuerberater duzen.
sich für unzurechnungsfähig erklären lassen und in eine kollektiv geleitete kreativgruppe eintreten. einen puff für verarmte jammerlappen gründen und damit den fußboden aufwischen. für alle fälle immer sein laptop dabeihaben. oder wenigstens sein handy. aus langeweile in der nase pokern. sich den happy hippo snack reinhauen. mit einem alten damenfahrrad durch die fußgänerzone fahren. sich im einwohnermeldeamt als neonazi mit erfundenen vorstrafenregister eintragen lassen.

absender unbekannt

ohne pseudoscheiss

für rolf (2)

marke eigenbau

ich kann leider nicht mehr die vokabeln meiner eigenen generation hören!
was soll ich nur tun? platt machen!

Filmsuchmaschine UK

Das UK Film Council hat jetzt eine Suchmaschine für Filme online gestellt. Filmfans können damit jeden in Großbritannien erhältlichen Film suchen. Unter findanyfilm.com kann man kostenlos in der Datenbank mit über 30 000 Filmen aus 20 verschiedenen Genres und in über 60 Sprachen stöbern.

mini-hd

für rolf

jacob v. gunten (2)

Man lernt hier im Institut Benjamenta Verluste empfinden und ertragen, und das ist meiner Meinung nach ein Können, eine Übung, ohne die der Mensch, mag er noch so bedeutend sein, stets ein großes Kind, eine Art weinerlicher Schreihals bleiben wird. Wir Zöglinge hoffen nichts, ja, es ist uns streng untersagt, Lebenshoffnungen in der Brust zu hegen, und doch sind wir vollkommen ruhig und heiter. Wie mag das kommen? Fühlen wir über unsern glattgekämmten Köpfen etwas wie Schutzengel hin und her schweben? Ich kann es nicht sagen. Vielleicht sind wir heiter und sorgenlos aus Beschränktheit. Auch möglich. Aber ist deshalb die Heiterkeit und Frische unserer Herzen weniger wert? Sind wir überhaupt dumm? Wir vibrieren. Unbewußt oder bewußt nehmen wir auf vieles ein wenig Bedacht, sind da und dort mit den Geistern, und die Empfindungen schicken wir nach allen möglichen Windrichtungen aus, Erfahrungen und Beobachtungen einsammelnd. Uns [114] tröstet so vieles, weil wir im allgemeinen sehr eifrige, sucherische Leute sind, und weil wir uns selber wenig schätzen. Wer sich selbst sehr schätzt, ist vor Entmutigungen und Herabwürdigungen nie sicher, denn stets begegnet dem selbstbewußten Menschen etwas Bewußtseinfeindliches. Und doch sind wir Schüler durchaus nicht ohne Würde, aber es ist eine sehr, sehr bewegungsfähige, kleine, bieg- und schmiegsame Würde. Übrigens legen wir sie an und ab je nach Erfordernissen. Sind wir Produkte einer höheren Kultur, oder sind wir Naturkinder? Auch das kann ich nicht sagen. Das eine weiß ich bestimmt: wir warten! Das ist unser Wert. Ja, wir warten, und wir horchen gleichsam ins Leben hinaus, in diese Ebene hinaus, die man Welt nennt, aufs Meer mit seinen Stürmen hinaus. Fuchs ist übrigens ausgetreten. Mir ist das sehr lieb. Ich wußte mit diesem Menschen nichts anzufangen.

Project gutenberg, r.walser, j.v.gunten

obama

wahrscheinlich ist er doch ein grünschwarzes männchen und nicht von dieser welt. während seiner amtseinführung waren alle eingepackt wie bei einer besteigung vom everest. obama dagegen mit hemd, schlips und anzug. der muss ja eine innentemperatur haben.

best luck, mr. president!

p.s.bush senior hat sogar eine borisjelzinmütze auf.

fensterzeit

wer mit windows arbeitet, hat keine zeit mehr aus dem fenster zu schauen.

modern times

„Advice to Married Men – Don’t you care when your wife says angrily, „Don’t tell me, I know you heard me. I called you all day and your wireless telephone was in perfect condition when you fastened it to your hat this morning when you left the house.“

Affect a look of surprise and reply, „Don’t be angry dear. I forgot to take off my rubbers and wore them all day.“ 

Washington Post vom 20. Februar 1910, transkribiert von paleo-future

links for 2009-01-22

bewegteknochen

Animiertes Gif von Mark Weaver  via

googlesklave

die normale konsumerversklavung war gestern. nutzen sie jetzt das g1 und sie brauchen kein sm-hinterzimmer mehr zu besuchen. gibts alles ab 44€ bei den mobilen telekomikern.

Mit dem Programm ShopSavvy zum Beispiel kann man per Handy-Kamera die Barcodes beliebiger Waren einscannen. Die Software fragt dann in einer Online-Datenbank Vergleichspreise für das jeweilige Produkt ab, zeigt diese auf dem Bildschirm an – und weist per Google Maps den Weg zum nächsten Geschäft, in dem es jenes Produkt am günstigsten gibt.

ja, ich bin so blöd!

p.s. ich höre schon den chor: man is ja geil. das hol isch mir!

berlin

Ich bin meinem Bruder Johann begegnet, und zwar im dichtesten Menschengewimmel. Unser Wiedersehen hat sich sehr freundlich gestaltet. Es war ungezwungen und herzlich. Johann hat sich sehr nett benommen, und ich wahrscheinlich mich auch. Wir sind in ein kleines, verschwiegenes Restaurant getreten und haben dort geplaudert. »Bleib‘ nur der, der du bist, Bruder,« sprach Johann zu mir, »fange von tief unten an, das ist ausgezeichnet. Solltest du Hilfe brauchen – –« Ich machte eine leichte, verneinende Handbewegung. Er fuhr fort: »Denn sieh‘, oben, da lohnt es sich kaum noch zu leben. Sozusagen nämlich. Versteh‘ mich recht, lieber Bruder.« – Ich nickte lebhaft, denn es leuchtete mir schon zum voraus ein, was er mir sagte, aber ich bat ihn, weiterzureden, und er sprach: »Oben, da herrscht solch eine Luft. Nun, es herrscht eben eine Atmosphäre des Genuggetanhabens, und das hemmt und engt ein. Ich hoffe, du verstehst mich nicht ganz, denn wenn du mich verstündest, Bruder, dann wärest du ja eigentlich gräßlich.« – Wir lachten. O, mit einem Bruder zusammen lachen [79] zu können, das ist sehr hübsch. Er sagte: »Du bist jetzt sozusagen eine Null, bester Bruder. Aber wenn man jung ist, soll man auch eine Null sein, denn nichts ist so verderblich wie das frühe, das allzufrühe Irgendetwasbedeuten. Gewiß: dir bedeutest du etwas. Bravo. Vortrefflich. Aber der Welt bist du noch nichts, und das ist fast ebenso vortrefflich. Immer hoffe ich, du verstehst mich nicht ganz, denn wenn du mich vollkommen verstündest – –« »Wäre ich ja gräßlich,« fiel ich ihm ins Wort. Wir lachten von neuem. Es war sehr lustig. Ein merkwürdiges Feuer fing an, mich zu beseelen. Meine Augen brannten. Das liebe ich übrigens sehr, wenn’s mir so verbrannt zumut ist. Mein Kopf ist dann ganz rot. Und Gedanken voll Reinheit und Hoheit pflegen mich dann zu bestürmen. Johann fuhr fort, er sagte folgendes: »Bruder, bitte, unterbrich mich nicht immer. Dein dummes junges Gelächter hat etwas Ideenerstickendes. Höre. Paß gut auf. Was ich dir sage, kann dir vielleicht eines Tages von Nutzen sein. Vor allen Dingen: komme dir nie verstoßen vor. Verstoßen, Bruder, das gibt es gar nicht, denn es gibt vielleicht auf dieser Welt gar, gar nichts redlich Erstrebenswertes. Und doch sollst du streben, leidenschaftlich sogar. Aber damit du nie allzu sehnsüchtig bist: präge dir ein: nichts, nichts Erstrebenswertes gibt es. Es ist [80] alles faul. Verstehst du das? Sieh‘, ich hoffe immer, du könntest das alles nicht so recht verstehen. Ich mache mir Sorgen.« – Ich sagte: »Leider bin ich zu intelligent, um dich, wie du hoffst, mißverstehen zu können. Aber sei ohne Sorgen. Du erschreckst mich durchaus nicht mit deinen Enthüllungen.« – Wir lächelten uns an. Dann bestellten wir uns Neues zu trinken, und Johann, der übrigens sehr elegant aussah, fuhr fort zu sprechen: »Es gibt ja allerdings einen sogenannten Fortschritt auf Erden, aber das ist nur eine der vielen Lügen, die die Geschäftemacher ausstreuen, damit sie um so frecher und schonungsloser Geld aus der Menge herauspressen können. Die Masse, das ist der Sklave von heute, und der Einzelne ist der Sklave des großartigen Massengedankens. Es gibt nichts Schönes und Vortreffliches mehr. Du mußt dir das Schöne und Gute und Rechtschaffene träumen. Sage mir, verstehst du zu träumen?« – Ich begnügte mich, mit dem Kopf zweimal zu nicken und ließ Johann, indem ich gespannt aufhorchte, fortreden: »Versuche es, fertig zu kriegen, viel, viel Geld zu erwerben. Am Geld ist noch nichts verpfuscht, sonst an allem. Alles, alles ist verdorben, halbiert, der Zier und der Pracht beraubt. Unsere Städte verschwinden unaufhaltsam vom Erdboden. Klötze nehmen den Raum ein, den Wohnhäuser und [81] Fürstenpaläste eingenommen haben. Das Klavier, lieber Bruder, und das damit verbundene Klimpern! Konzert und Theater fallen von Stufe zu Stufe, auf einen immer tieferen Standpunkt. Es gibt ja allerdings noch so etwas wie eine tonangebende Gesellschaft, aber sie hat nicht mehr die Fähigkeit, Töne der Würde und des Feinsinnes anzuschlagen. Es gibt Bücher – – mit einem Wort, sei niemals verzagt. Bleib arm und verachtet, lieber Freund. Auch den Geld-Gedanken schlage dir weg. Es ist das Schönste und Triumphierendste, man ist ein ganz armer Teufel. Die Reichen, Jakob, sind sehr unzufrieden und unglücklich. Die reichen Leute von heutzutage: sie haben nichts mehr. Das sind die wahren Verhungerten.« – Ich nickte wieder. Es ist wahr, ich sage sehr leicht ja zu allem. Übrigens gefiel mir und paßte mir, was Johann sagte. Es war Stolz in dem, was er sprach, und Trauer. Nun, und dies beides, Stolz und Trauer, ergibt immer einen guten Klang. Wieder bestellten wir Bier, und mein Gegenüber sagte: »Du mußt hoffen und doch nichts hoffen. Schau empor an etwas, ja gewiß, denn das ziemt dir, du bist jung, unverschämt jung, Jakob, aber, gesteh‘ dir immer, daß du’s verachtest, das, an dem du respektvoll emporschaust. Du nickst schon wieder? Teufel, was bist du für ein verständnisvoller Zuhörer. Du bist [82] geradezu ein Baum, der voll Verständnis behangen ist. Sei zufrieden, lieber Bruder, strebe, lerne, tu womöglich irgend jemandem etwas Liebes und Gutes. Komm‘, ich muß gehen. Sag‘, wann treffen wir uns wieder? Du interessierst mich, offen gesagt.« – Wir gingen, und draußen auf der Straße nahmen wir Abschied voneinander. Lange schaute ich meinem lieben Bruder nach. Ja, er ist mein Bruder. Wie freut mich das.

project gutenberg.com(nicht:de!), r.walser, jacob von gunten, online

vicky in thailand!

vicky

Audiostream von C.Doctorows „Content“

Eine komplette Audio-fassung von  „Content: Selected Essays on Technology, Creativity, Copyright and the Future of the Future“ gibt es für umme hier.

Die Möglichkeit einer Insel

Als ich neulich auf einer Matratze inmitten des Pfandflaschen-Meeres eines befreundeten Messies aufgewacht bin, dachte ich mir: schön ist das nicht, aber recht hat, wer sein Geld anstatt in Apple-Aktien in solides Altglas investiert. Da weiss man, was man hat, man riecht den Wohlstand förmlich. Wenn am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist, hebt man die Pizza halt direkt bei Aldi ab (und spart sich den Weg zur Sparkasse). Mit 207 Mensa-Tassen hat man schon den Semesterbeitrag zusammen. Und man kann mit der Messie-Währung sogar Bausparen. Mit 250 000 Plastikflaschen hat man bereits das Fundament für die eigene Gillegan-Insel gelegt: 

The original Spiral Island was (as its successor will be) built upon a floating collection used plastic bottles, all netted together to support a bamboo and plywood structure above. Located in Mexico, the original was 66 by 54 feet and was able to support full-sized mangroves to provide shade and privacy, yet also able to be moved from place to place by its creator as need with a simple motorized system. link  via

so kann man auf seinen Ersparnissen sitzend die Wirtschaftskrise umschippern – und wenn man doch noch Spießer werden will, bringt man einfach alles wieder zu Aldi und investiert das Pfand in eine Doppelhaushälfte. Zum Beispiel in Detroit


Kasperls Heldentaten

rechtzeitig zum 65jährigem jubiläum der liquidierung des warschauer ghettos inszeniert israel die
abschlachtung der palästinenser im ghaza-streifen für obama – parallel dazu wird für uns das erdgas
gesperrt, damit der heizölpreis verdoppelt werden kann

Sofatutoren

Wer in der Oberstufe in Mathematik und anderen Dingen nicht aufgepasst hat, kann das alles jetzt bei den Sofatutoren nachholen. Oder wer besonders gut aufgepasst hat, sollte auf den Strassen und den Hauswänden sein Wissen mit anderen teilen. Streetwiki ist der neue Hype.

Catholic Google

…findet nichts, was nicht ins Weltbild passt. Amen.

schöne neue welt

Die Library of Congress hat Teile ihrer riesigen Fotosammlung auf Flickr veröffentlicht. Der Pool umfasst drei Sets mit über 5000 Farb- und SW-Fotos aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Ziel des Pilotprojektes war es nicht nur die Bilder publik zu machen, sondern auch, herauszufinden inwiefern die Tags, Notes und Kommentare der User den Wert der historischen Bilder auf- bzw. abwerten. Die LC hat in einem 55-seitigen Bericht For the Common Good: The Library of Congress Flickr Pilot Project den Erfolg des Projektes analysiert. Von den 75 000 hinzugefügten Tags und Kommentaren mussten nur 25 entfernt werden, mehr als 500 Fotos wurden durch sinnvolle historische Fakten ergänzt.

Flickr Pool

links for 2009-01-05

Intelligence is back

Er ist das lebende Echo auf den ethischen Imperativ: Ja, wir können – unser Leben ändern! In seinem Fall behielten die Optimisten recht. Allein die Tatsache, dass er gewählt wurde, hat die Welt verändert. Wer das nicht wahrhaben will, ist weiterhin Opfer des Zynismus, den man sich zulegte, um zwei Amtszeiten Bush junior zu überstehen. Wir haben eine Dummheits-Periode ohnegleichen hinter uns. Das Schlimmste dabei war, wie unsere europäischen „Realisten“ die ganze Zeit predigten, man müsse auch mit einem hässlichen und dummen Amerika gemeinsame Sache machen. Das ist vorbei. Die gute Nachricht heißt: Intelligence is back.

Du musst dein Leben ändern!

…Danke, Darwin!

photo via urlesque

via rocketboom

Die letzten Jahre

An die hundert Jahre war die Welt, unsere Welt, im Absterben. Und kein Mensch war in diesen letzten hundert Jahren verrückt genug, eine Bombe ins Arschloch der Schöfpung zu stecken und sie zu zünden. Die Welt verfault, verfällt stückweise. Aber sie braucht den coup de grace, sie verlangt danach, in Stücke gesprengt zu werden. Keiner von uns ist intakt, und doch haben wir alle Kontinente in uns und die Meere zwischen den Kontinenten und die Vögel in der Luft. Wir wollen das festhalten — die Entwicklung dieser Welt, die gestorben ist, aber nicht begraben wurde. Wir schwimmen an der Oberfläche der Zeit, und alles andere ist untergegangen, geht unter oder wird untergehen.

(Wer darauf kommt, wer das geschrieben hat, bekommt ein Kaffee von mir)

berlin

viele menschen in berlin sehen cool und modern aus, aber nicht glücklich!

links for 2009-01-03